Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Bereits gestern hatten wir auf die Wichtigkeit der eingehenden Wirtschaftsdaten hingewiesen und so dürfte der Entwicklung der US-Verbraucherpreise zu Beginn des Jahres heute eine hohe Aufmerksamkeit zuteilwerden, so die Analysten der Helaba.
Dominiert werde die Datenveröffentlichung durch die stark rückläufigen Energiepreise. Vor allem Benzin habe sich infolge des Ende 2018 schwächer tendierenden Ölpreises verbilligt. Im Februar werde der Effekt aber wohl auslaufen, denn inzwischen hätten sich die Ölpreise deutlich erholt. Zudem sei zu beachten, dass Nahrungsmittel ein etwa um 50% höheres Gewicht im Warenkorb hätten und hierbei ein deutlicher monatlicher Anstieg möglich sei. Zumindest würden dies die vorlaufenden Erzeugerpreise im Nahrungsmittelbereich signalisieren. Alles in allem werde die Gesamtteuerung dennoch sinken.
Die Aufmerksamkeit gelte vor allem den Kernpreisen. Diese weniger volatile Zeitreihe werde mit einer Jahresrate von 2,1% etwas schwächer erwartet. Hinweise auf eine unmittelbare Beschleunigung gebe es nicht, wohl aber sei der Ausblick auf Sicht eines Jahres nach oben gerichtet. So lasse der von der FED in New York zusammengestellte Index des zugrundeliegenden Inflationsdruck noch Luft nach oben. Mit den marktseitig im vierten Quartal 2018 reduzierten Inflations- und Zinserwartungen kontrastiere dies.
In der Eurozone richte sich der Blick auf die Industrieproduktion im Monat Dezember. Die nationalen Ergebnisse seien unterschiedlich ausgefallen und so zeichne sich ab, dass nach dem kräftigen Novemberminus mit einer Verbesserung zu rechnen sei. Zu hoch sollten die Erwartungen aber nicht gesteckt werden. (13.02.2019/alc/a/a)
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