Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Mario Draghi hat wie erwartet angekündigt, das Anleihekaufprogramm auslaufen zu lassen, so die Börse Stuttgart.
An der die Wirtschaft unterstützenden Geldpolitik halte er jedoch nach wie vor fest. Aufgrund der zuletzt schlechter gewordenen Konjunkturdaten und den entsprechend schlechteren Prognosen für die konjunkturelle Entwicklung und das Wirtschaftswachstum sei mindestens bis zum Ablauf der ersten Jahreshälfte 2019 nicht mit einer Anhebung des Leitzinses zu rechnen.
Die schlechten Vorgaben aus den USA hätten auch den deutschen Aktienmarkt belastet. Der Leitindex DAX habe am Donnerstag bereits in der ersten halben Handelsstunde deutlich mehr als 1,50 Prozent gegeben. Auch der Ölpreis sei unter Druck geraten, das Barrel Brent habe am Donnerstag am Jahrestief notiert. Der Euro sei ebenfalls leicht ins Wanken geraten, habe jedoch sich kurze Zeit später wieder erholen können.
Sowohl die Europäische Union als auch Großbritannien würden sich derzeit auf einen chaotischen Brexit in knapp 100 Tagen vorbereiten. Zwar hoffe Theresa May nach wie vor auf eine positive Abstimmung im britischen Unterhaus Mitte Januar. Die Gefahr des "No-Deal-Brexits" sei jedoch allgegenwärtig und werde von beiden Seiten sehr ernst genommen. Wie die Sunday Times berichtet habe, bereite sich die britische Polizei auf Unruhen vor. Laut Zeit Online habe sich die britische Armee ebenfalls auf einen chaotischen Brexit vorbereitet und 3.500 Soldaten bereitgestellt. Theoretisch bestünde zudem die Möglichkeit des "Exits vom Brexit", praktisch sei dies jedoch eher unwahrscheinlich. Ein zweites Brexit-Referendum lehne Theresa May ab. So bleibe angelehnt an William Shakespeare zu sagen: Deal, or no deal - that is the question. (21.12.2018/alc/a/a)
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