Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der US-Rentenmarkt musste im September nahezu durchweg Verluste hinnehmen, so die Experten von Union Investment.
Zu Monatsbeginn hätten Signale der Entspannung aus dem Handelskonflikt mit China zu einer allgemein höheren Risikobereitschaft der Anleger geführt, weshalb US-Schatzanweisungen unter Abgabedruck geraten seien. Nachrichten über ein geplantes Treffen zwischen Vertretern beider Nationen in Washington hätten die Hoffnung auf eine Entspannung geweckt. Kurze Zeit später sei dann der Arbeitsmarktbericht für August veröffentlicht worden. Die Daten würden grundsätzlich auf großes Investoreninteresse stoßen und hätten immer das Potenzial, die Märkte stark zu bewegen.
Im weiteren Monatsverlauf sei es allerdings zu einem Ölpreisanstieg gekommen, was die Sorgen zumindest nicht gelindert habe. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen habe sich der Marke von 3,1 Prozent genähert. Dadurch sei zugleich die seit Wochen etablierte Handelsspanne in Gefahr geraten. Daran habe auch die Einführung neuer Strafzölle gegen China auf Produkte im Umfang von 200 Milliarden US-Dollar nichts geändert.
Die Sitzung der US-Notenbank zum Monatsende habe das erwartete Ergebnis einer weiteren Leitzinserhöhung gebracht. Es sei der dritte Zinsschritt in diesem Jahr und die achte Anhebung seit 2015 gewesen. Für die weitere wirtschaftliche Entwicklung hätten sich die Währungshüter optimistisch gezeigt und daher eine weitere Erhöhung im Dezember angedeutet.
Gemessen am JP Morgan Global Bond US-Index hätten US-Schatzanweisung im September 1,0 Prozent an Wert verloren. Seit Jahresbeginn bedeute dies ein Minus von 1,7 Prozent. (Ausgabe September 2018) (11.10.2018/alc/a/a)
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