Berlin (www.anleihencheck.de) - Für den Monat Juni wird in den USA mit steigenden Verbraucherpreisen und auch einer steigenden Kerninflation gerechnet, wobei die Verbraucherpreisinflation (Consumer Price Inflation, kurz CPI) gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei 2,9 Prozent und die Kerninflation 2,3 Prozent höher liegen dürfte - beide ein Zehntel höher als im Mai, so Larry Hatheway, Chefökonom bei GAM Investments.
Damit setze die Inflation ihre allmähliche Beschleunigung in der ersten Jahreshälfte 2018 fort.
Die Daten dieser Woche dürften zudem die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen auf etwa 2,85 Prozent drücken und den Weg für einen erneuten Anstieg auf über 3 Prozent bis September ebnen, sollte es nicht zu erneuten geo- oder handelspolitischen Spannungen kommen.
Der moderate Anstieg der Anleiherenditen zurück auf die Höchststände des zweiten Quartals dürfte kein großes Risiko für die globalen Aktienmärkte darstellen, da steigende Renditen im Wesentlichen ein solides Wachstum widerspiegeln und Unternehmensgewinne stützen würden. Sollten die Risikoprämien in den kommenden Wochen zurückgehen, sei es eher wahrscheinlich, dass die Marktakteure wieder zu Growth-, Value- und zyklischen Werten (darunter Finanzwerte) zurückkehren würden. (12.07.2018/alc/a/a)
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