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18.06.18 08:15
7% Aktienanleihe Classic auf Anheuser-Busch InBev: Management erwartet Wachstumsschub durch WM - Anleiheanalyse

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Anheuser-Busch InBev-Aktie (ISIN BE0974293251 / WKN A2ASUV) eine 7% Aktienanleihe Classic 2018/12 (ISIN DE000DD8VBA8 / WKN DD8VBA) mit dem Basiswert Anheuser-Busch InBev vor.

Bei der WM rolle der Ball! Weltweit würden Milliarden Fans begeistert mitfiebern und auf einen Sieg ihrer Mannschaften hoffen. Ebenso würden Gastronomen hierzulande darauf hoffen, dass die deutsche Elf möglichst weit komme, denn dann ließe sich das eine oder andere Bier mehr verkaufen. Ein gutes Geschäft solle die WM auch für Brauereien wie Anheuser-Busch InBev werden. Während der WM 2014 in Brasilien habe der Konzern seinen Umsatz um 5% gesteigert. Von der WM 2018 in Russland erhoffe sich der Vorstand einen ähnlichen Effekt, schließlich dürfe man als FIFA-Sponsor mit Budweiser, kurz "Bud" genannt, das offizielle Bier der Fußball-WM 2018 prominent vermarkten.

Anheuser-Busch InBev sei durch Übernahmen und Fusionen zur weltweiten Nr. 1 unter den Brauereien gestiegen auf und sei hierzulande durch die Marke Beck’s bekannt. Die drei globalen Premium-Marken des Konzerns, Stella Artois, Corona und Budweiser, hätten 2017 ein Umsatzwachstum von 9,8% verzeichnet.

Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2018 sei für Anheuser-Busch InBev besser als erwartet gelaufen. Der Konzernumsatz sei von Januar bis März 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,7% auf rund 13,1 Mrd. US-Dollar gestiegen. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe sich um 6,6% auf rund 5,0 Mrd. US-Dollar verbessert. Dabei habe das Management Analysten und Investoren im Vorfeld aufgrund der vergleichsweise starken Vorjahreswerte und der Kosten für das Sponsoring der WM auf eine schwächere Entwicklung vorbereitet. Doch besonders das Geschäft in Lateinamerika entwickle sich gut, in den großen Märkten Mexiko, Kolumbien und Argentinien sei der Absatz gestiegen. In den beiden größten Märkten USA und Brasilien sei der Absatz dagegen zurückgegangen. Allerdings habe man in Brasilien durch höhere Preise und eine strikte Kostenkontrolle Gewinn und Marge verbessern können.

Darüber hinaus habe Anheuser-Busch InBev auch im ersten Quartal 2018 von Synergieeffekten in Höhe von 160 Mio. US-Dollar profitiert, die aus der Übernahme von SAB Miller resultieren würden. Bislang seien durch die 103 Mrd. US-Dollar schwere Übernahme, mit der der Konzern seine Reichweite in Lateinamerika und Afrika vergrößert habe, Synergieeffekte in Höhe von 2,3 Mrd. US-Dollar erzielt worden. Insgesamt sollten die Synergieeffekte einen Umfang von 3,2 Mrd. US-Dollar erreichen.

Nachdem Anfang 2018 die gute Gewinnentwicklung in den meisten Ländern Lateinamerikas die Schwäche auf dem US-Markt mehr als habe ausgleichen können, prognostiziere der Vorstand für den weiteren Jahresverlauf eine Beschleunigung des Wachstums, hauptsächlich im zweiten Halbjahr. Dabei werde die Fußball-Weltmeisterschaft erneut eine wichtige Rolle spielen. Finanzvorstand Felipe Dutra zufolge sei Anheuser-Busch InBev zuversichtlich, dass das Volumen im zweitgrößten Markt Brasilien im zweiten Quartal aufgrund des Sponsorings der WM wieder wachse. So könnte das Großereignis das jährliche Volumen in Brasilien und Argentinien um 0,5% bis 1% erhöhen, da die Spiele die Verbraucher an den normalerweise absatzschwächeren Wochentagen im Winter zu einem verstärkten Biergenuss animieren dürften (auf der Südhalbkugel herrscht vom 21. Juni bis 22./23. September Winter).

Die Analysten der DZ BANK sehen Anheuser-Busch InBev regional sehr gut aufgestellt. Der Konzern besitze über 500 Biermarken, die er in mehr als 100 Ländern verkaufe. Mit der Übernahme von SAB Miller sei das Portfolio sowohl geografisch als auch mit Blick auf das Produktangebot noch breiter aufgestellt worden, wodurch mögliche Absatzschwankungen in einzelnen Märkten leichter aufgefangen bzw. ausgeglichen werden könnten. Darüber hinaus würden die Premiummarken dem Konzern eine gewisse Preissetzungsmacht verschaffen.

Mit Blick auf den nach Erachten der Analysten soliden Start in das neue Geschäftsjahr seien die Sorgen vor einer schwächeren Geschäftsentwicklung und der damit verbundene Kursrutsch der Aktie unbegründet gewesen. Im weiteren Jahresverlauf sollten sich nach Einschätzung der Analysten die Stabilisierung des Biergeschäfts in den USA und Brasilien, die fortgesetzte Expansion in attraktive Ländermärkte sowie die weiteren strategischen Wachstumsinitiativen positiv auswirken. In Südafrika versuche das Management beispielsweise durch den Einsatz größerer Flaschen preisbewusste Verbraucher für Biere des mittleren Preissegmentes zu begeistern und von preiswerten Bieren bzw. selbstgebrauten Bieren wegzulocken.

Positiv beurteilen die Analysten der DZ BANK zudem die zügige Synergiehebung im Zusammenhang mit der Übernahme von SAB Miller sowie die Fortschritte bei der Entschuldung. Ein mögliches Risiko sähen sie im stagnierenden Bierabsatz in den Industrieländern sowie dem hohen Wettbewerb durch lokale Nischenanbieter.

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage in die Aktie stünden verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der Anheuser-Busch InBev SA/NV als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel sei eine Aktienanleihe Classic mit Fälligkeit am 28.12.2018 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 80,00 Euro und einer Zinszahlung von 7,00% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 28.12.2018, sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Anheuser-Busch InBev SA/NV. Dividendenansprüche aus der Aktie stünden dem Anleger nicht zu.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Anheuser-Busch InBev SA/NV. Am Rückzahlungstermin gebe es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Liege der Schlusskurs des Basiswerts Anheuser-Busch InBev SA/NV an der maßgeblichen Börse Euronext Brüssel am 19.12.2018 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 80,00 Euro, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.

2. Liege der Referenzpreis unter dem Basispreis, erhalte der Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (12,50) bestimmte Anzahl von Aktien der Anheuser-Busch InBev SA/NV. Es würden keine Bruchteile von Aktien geliefert. Für diese erhalte der Anleger eine Zahlung eines Ausgleichsbetrags pro Aktienanleihe. Dieser entspreche dem Referenzpreis multipliziert mit dem Bruchteil des Basiswerts. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien des Basiswerts sei ausgeschlossen. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich des Ausgleichsbetrags werde unter dem Nennbetrag liegen. Der Anleger erleide einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien des Basiswerts am Rückzahlungstermin zzgl. des Ausgleichsbetrags und der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liege.

Die vorliegend beschriebene Aktienanleihe richte sich somit an Anleger, die davon ausgehen würden, dass der Schlusskurs (Euronext Brüssel) der Aktie der Anheuser-Busch InBev SA/NV am 19.12.2018 auf oder über 80,00 Euro notieren werde. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 2,68 Euro belaufen. (Ausgabe 15.06.2018) (18.06.2018/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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