Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die amerikanische Notenbank wird in dieser Woche die Zinsen erhöhen - das scheint ausgemachte Sache, so Dr. Otmar Lang, Chefvolkswirt der TARGOBANK.
Der Schritt werde von allen Marktteilnehmern schon seit langem erwartet - und es werde nicht die letzte Zinsanhebung in diesem Jahr sein.
Viele Marktteilnehmer würden trotz dieser guten Ausgangslage einen baldigen Konjunkturabschwung erwarten. Sie würden mit der Zinsstrukturkurve argumentieren, die den Renditeunterschied von Anleihen mit langer und kurzer Restlaufzeit beschreibe. Werde dieser Unterschied - wie aktuell - sehr gering, könne dies der Vorbote für eine Rezession sein. Hinzu komme: Inflationsfrei wachse die US-Wirtschaft nur bei einem Wachstum von maximal 2 Prozent.
Die Analysten würden die Sorgen vieler Marktteilnehmer ausdrücklich nicht teilen. Die US-Konjunktur laufe derzeit derart stabil, dass die Analysten die Gefahr einer Konjunktur-Überhitzung deutlich höher einschätzen würden als die einer Rezession. Insofern mache die FED alles richtig. Denn eine Zinserhöhung dämme die Inflationsängste ein, und die US-Wirtschaft könne unverändert auf Wachstumskurs bleiben. (11.06.2018/alc/a/a)
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