Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Anfänglich tendierten US-Schatzanweisungen im April noch seitwärts, so die Experten von Union Investment.
Im weiteren Monatsverlauf hätten diese dann jedoch Verluste hinnehmen müssen. Dabei sei die Rendite für zehnjährige Anleihen über die Marke von 3 Prozent geklettert. Als belastend habe sich ein Mix unterschiedlicher Faktoren erwiesen. Neben den guten Konjunkturdaten dürften es vor allem größere Inflationssorgen gewesen sein. Die Preise für viele Rohstoffe hätten sich seit Jahresbeginn deutlich verteuert. Hinzu komme ein enger US-Arbeitsmarkt, auf dem Fachkräfte stark gesucht seien. Auch steigende Löhne würden einen höheren Preisdruck erwarten lassen. Zuletzt habe die Inflationsrate bereits bei 2,4 Prozent gelegen und damit oberhalb der Zielmarke der US-Notenbank. Die US-Währungshüter dürften daher im Juni den nächsten Zinsschritt folgen lassen. Das Ergebnis sei eine immer flachere US-Zinskurve. Der Unterschied zwischen zwei- und zehnjährigen US-Staatsanleihen habe das niedrigste Niveau seit 2007 erreicht. Auf Indexebene (J.P. Morgan Global Bond US-Index) hätten US-Schatzanweisungen im April einen Verlust von 0,8 Prozent hinnehmen müssen.
Europäische Unternehmensanleihen hätten im März auf Indexebene unverändert tendiert. Höhere US-Renditen und ein fester US-Dollar hätten hingegen auf Staatsanleihen aus den aufstrebenden Volkswirtschaften gelastet.
Aufgrund der guten konjunkturellen Lage gehen die Experten von Union Investment von leicht steigenden Renditen aus. (Ausgabe April 2018) (10.05.2018/alc/a/a)
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