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23.04.18 11:32
Das zweite Quartal könnte der markttechnisch beste Teil des Jahres sein

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Da wir nun schon weit in der Berichtssaison der Q1-Zahlen fortgeschritten sind, haben wir darüber diskutiert, inwieweit das zweite Quartal positiv für die Risikomärkte sein könnte, so Mark Holman, CEO von TwentyFour Asset Management, einer Tochter von Vontobel Asset Management.

Zu Beginn des Jahres seien die Experten davon ausgegangen, dass das Jahr 2018 eine Herausforderung darstellen würde, weit mehr als das reibungslose Umfeld, das man im Jahr 2017 erlebt habe. Genauer gesagt hätten sie erwartet, dass die Reflation ein Thema werden würde, aber wahrscheinlich erst im zweiten Quartal, da die Basiseffekte der eher schwachen US-Inflationsdaten aus dem Vorjahr durch lebhaftere Auftriebssignale ersetzt worden seien. Wie sich jedoch herausstelle, habe der Markt diese Reflationsbedenken bereits im Januar gehabt. Folglich sei das Zinsrisiko zur Risikoquelle geworden, die zu Zusammenbrüchen von Korrelationen geführte und dafür gesorgt habe, dass sich an den Märkten Unwohlsein ausgebreitet habe, ähnlich wie in der Taper-Periode im Jahr 2013, aber mit weniger Stress.

Im Rentenbereich seien die Zinskurven gestiegen und auch die Kreditspreads hätten sich weltweit verbreitert - ein ungewöhnliches Phänomen. Solche Ausfälle würden jedoch nicht lange anhalten und sich in der Regel schnell regenerieren, sobald ein gewisses Maß an Rationalität zurückkehre. Deshalb würden die Experten denken, dass das zweite Quartal die Periode werden könnte, die das erste Quartal eigentlich sein sollte und die zur besten Zeit des Jahres für die Risikomärkte werden könnte. Die Gewinne würden solide ausfallen, die Märkte seien billiger als bisher und die technische Position im Markt sei nach der Risikobereinigung im ersten Quartal deutlich besser.

Die Experten würden davon ausgehen, dass die Kreditspreads im zweiten Quartal schrumpfen würden, wenn auch nicht signifikant. Die Zinskurven würden in geordneter Weise höher ausfallen, da gemäß der US-Daten eine leichte zusätzliche Inflation zu beobachten sei. Eine kürzere Duration in Verbindung mit dem intelligenten Kreditrisiko sollte sich in diesem Zeitraum auszahlen.

Trotzdem müsse man auch berücksichtigen, dass die Märkte teuer seien und sich das Jahr 2018 deshalb nicht für aggressive Risikobereitschaft eigne. Trotzdem könnte es sein, dass es sich vor dem Hintergrund des zweiten Quartals als günstig für die Marktteilnehmer herausstelle. (23.04.2018/alc/a/a)


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