Frankfurt am Main (www.anleihencheck.de) - Wir erleben momentan weltweit stark schwankende Aktienmärkte, einerseits ausgelöst durch ein geopolitisches Risiko in Syrien sowie andererseits durch den möglichen Handelskrieg zwischen den USA und China, so das Asset Management Teams der Steubing AG.
Nach dem Lehrbuch hieße dies normalerweise, dass viele Investoren erst einmal in den scheinbar sicheren Hafen der Anleihe, der Rentenpapiere flüchten würden. Seit dem Ende letzten Jahres würden die Experten davon ausgehen, dass die EZB der FED folgen werde und die Zinsen in moderaten Schritten erhöhen werde. Damit würden in der Folge Anleihen wieder einen höheren Kupon bieten müssen, um als Anlageklasse eine höhere Attraktivität zu bieten.
Was heiße das alles für Unternehmensanleihen. Die Analysten der Wolfgang Steubing AG gehen davon aus, dass sich die Kuponzahlungen bei neuen Emissionen in naher Zukunft nicht deutlich erhöhen werden. Dementsprechend werde die Suche nach lohnenden Kupons im Anleihesegment weitergehen. Dass man dabei sorgsam sein muss, haben uns die letzten Jahre gelehrt, so die Analysten der Wolfgang Steubing AG. Der Möbelkonzern Steinhoff zeige aber gerade, dass Unregelmäßigkeiten, mit denen sich Staatsanwaltschaften nun beschäftigen müssten, nicht nur im Segment der so genannten Mittelstandsanleihen vorkämen.
Sicherlich könne Steinhoff alleine schon wegen der Größe nicht mit z.B. KTG Agrar verglichen werden. Den Unternehmenschef Markus Jooste zusammen mit seinem Chefaufseher Christo Wiese mit Siegfried Hofreiter zu vergleichen, erscheine aber durchaus bedenkenswert. Alles Personen, die sich selber gerne im Rampenlicht sähen -, die gerne lautstark die Werbetrommel für ihre Unternehmen rühren würden. Unternehmer, die jeweils in Relation gesetzt, viel Geld für ihre Bekanntheit ausgeben würden. Unternehmer, die ihre Unternehmen weit verschachteln, abhängige Tochterunternehmen gründen oder zukaufen würden, um diese dann erneut als Gelddruckmaschine an den Kapitalmarkt zu bringen. Bei den Unternehmensanleihen solcher Selbstvermarkter sollten zukünftig die Alarmglocken läuten. Welchen Sinn würden solch aufgeblähte Organigramme machen? Welches Unternehmen begebe eigentlich die Anleihe? Welche Abhängigkeiten bestünden? Drei Kernfragen, die sich der Anleger am Anfang aller Analysen stellen sollte und zwar völlig unabhängig von der Größe und der Bekanntheit des Unternehmens. (18.04.2018/alc/a/a)
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