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27.02.18 08:30
EZB-Präsident Draghi spricht sich für Fortsetzung der ultralockeren Geldpolitik aus

Wien (www.anleihencheck.de) - EZB-Präsident Draghi sprach sich gestern vor Abgeordneten des EU-Parlaments für die Anpassung der Regeln zur Vergabe der sogenannten Emergency Liquidity Assistance (ELA) Kredite aus, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Diese sollten künftig nicht mehr von den nationalen Notenbanken, sondern nur noch von der EZB bewilligt werden dürfen. Hintergrund sei die Vergabe von ELA-Krediten an die drittgrößte Bank Lettlands ABLV. Wie bekannt geworden sei, habe die lettische Zentralbank die ELA-Kredite für die ABLV am Freitag nochmals stark erhöht, nur Stunden bevor die EZB offiziell den wahrscheinlichen Zusammenbruch der Bank festgestellt habe. Zudem habe sich Draghi für eine Fortsetzung der ultralockeren Geldpolitik ausgesprochen: Ein nachhaltiger Anstieg der Inflationsrate sei nur unter Einsatz des gesamten gelpolitischen Arsenals der Notenbank wahrscheinlich.

Heute stünden in den USA mit dem Auftragseingang dauerhafter Güter sowie dem Verbrauchervertrauen des Conference Boards zwei wichtige Daten zur Veröffentlichung an. Während beim Auftragseingang ein deutliches Minus im Vormonatsvergleich zu erwarten sei, dürfte das Verbrauchervertrauen kräftig gestiegen sein.

Italien plane für heute die Aufstockung einer Nullkuponanleihe mit Fälligkeit im April 2027 (ISIN: IT0005311508, WKN: nicht bekannt) sowie einer Fixzinsanleihe mit Fälligkeit im Februar 2028 (ISIN: IT0005323032, WKN: nicht bekannt). Darüber hinaus solle eine neue Fixzinsanleihe mit einer Laufzeit von fünf Jahren begeben werden. In Summe sollten zwischen EUR 5,75 Mrd. und EUR 7,75 Mrd. eingenommen werden. (27.02.2018/alc/a/a)


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