Delaware (www.anleihencheck.de) - Die Aussichten sind gut für Schwellenländer-Anleihenmärkte in 2018, so Denise Simon, Portfoliomanagerin für Schwellenländer-Anleihen bei Lazard Asset Management.
Im Schwellenländer-Anleihensegment hätten die vergangenen zwei Jahren im Zeichen der Erholung gestanden - mit starken Zuwächsen sowohl absolut als auch gegenüber anderen Anlageklassen im Rentenuniversum. Damit habe die Anlageklasse die vergangene, von steigenden Spreads und erheblichen Währungsabwertungen gekennzeichnete Baisse in den Augen der Experten nun überwunden.
Wichtig sei dabei auch die Rolle der attraktiven Bewertungen, die ebenfalls zur Verbesserung der Fundamentaldaten beigetragen hätten. Die Experten von Lazard Asset Management halten die Bewertungen im Markt für Schwellenländer-Anleihen generell für attraktiv, besonders in lokalen Währungen. Letztere hätten sich zuletzt überdurchschnittlich entwickelt, was eher der USD-Schwäche als einem Bewertungsanstieg geschuldet gewesen sei. Die realen effektiven Wechselkurse würden unter ihren langfristigen Durchschnitten bleiben und seien attraktiver, weil sich die Inflationsraten der Schwellenländer und der entwickelten Märkte aufeinander zubewegen würden. Einige Länder mögen mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben, die Mehrzahl aber steht solider da als noch vor einigen Jahren, so die Experten von Lazard Asset Management.
Die größten Risiken des Jahres 2018 sähen die Experten außerhalb der Schwellenländer - so etwa in einer womöglich enttäuschenden globalen Konjunkturentwicklung und potenziellen Fehlentscheidungen durch Zentralbanken in den Industrienationen. (05.12.2017/alc/a/a)
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