Essen (www.anleihencheck.de) - Obwohl die Republikaner die Abstimmung im Senat über ihre Steuerreform verschoben haben, nehmen die Zeichen zu, dass es dem republikanischen Mehrheitsführer gelingen könnte, die notwendigen 50 Ja-Stimmen zusammen zu bekommen, so die Analysten der National-Bank AG.
Dazu würden die Verhandlungen innerhalb der republikanischen Senatsfraktion noch weiter gehen. Es deute sich jedoch an, dass sich die Steuerreform des Senats in Teilen erheblich von der bereits beschlossenen Steuerreform des Repräsentantenhauses unterscheiden werde. Die Kompromissfindung dürfte alles andere als einfach werden. Außerdem rücke das Erreichen der Verschuldungsobergrenze immer näher. In rund einer Woche sei es soweit. Zur Erhöhung seien die Republikaner auf Stimmen aus den demokratischen Reihen angewiesen. Bei den Verhandlungen herrsche derzeit jedoch Stillstand.
Die Preisdaten, die gestern für verschiedene Euroländer sowie den Euroraum insgesamt veröffentlicht worden seien, seien leicht hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Nach wie vor sei der Handlungsdruck auf die EZB trotz sehr guter Perspektiven für die Wirtschaft hierzulande aus Preissicht gering. Die Markit Einkaufsmanagerindices für verschiedene Euroländer würden einmal mehr bestätigen, dass in den kommenden Monaten in allen Regionen mit einer Fortsetzung des Wirtschaftswachstums zu rechnen sei.
Alles in allem dürfte der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) wenig verändert in den Tag starten. Die etwas schwächeren Caixin Einkaufsmanagerindices aus China würden keinen Einfluss auf den frühen Handel haben. Die Investoren würden mit Blick auf die Entwicklungen in den USA eher zurückhaltend bleiben. Im Tagesverlauf dürfte sich der Bund-Future zwischen 162,30 und 163,50 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,34 und 2,47% schwanken. (01.12.2017/alc/a/a)
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