Zürich (www.anleihencheck.de) - Die USA stehen mittlerweile mit schwer vorstellbaren 20.000 Milliarden US-Dollar in der Kreide - Tendenz steigend, so Beat Thoma, CIO bei Fisch Asset Management.
Im Jahr 2010 seien es noch 14.000 Milliarden gewesen. Das allein sei zwar noch kein Problem für die Finanzmärkte - doch im nächsten Jahr stelle sich dringend die Frage, an wen die neu zu emittierenden Staatsanleihen verkauft werden sollten.
Nach Meinung der Experten von Fisch Asset Management wird die Gefahr aus dieser Verschiebung der Angebots- und Nachfragedynamik an den Finanzmärkten klar unterschätzt und ist quasi vergleichbar mit einem harten Drogenentzug. Die hohe Bewertung beziehungsweise die heute tiefe Verzinsung der Staatsanleihen sei künstlich herbeigeführt worden und werde sich normalisieren müssen. Gleichzeitig rechne die große Mehrheit der Investoren noch mit jahrelang anhaltend tiefen Zinsen und deshalb mit stabilen Kursen bei Staatsanleihen.
Bei den ersten größeren Kursverlusten dürfte es daher schnell zu Panikverkäufen kommen und der allgemeinen Sorglosigkeit ein Ende bereiten. Die Experten von Fisch Asset Management erwarten für 2018 steigende Zinsen und fallende Kurse bei US-Staatsanleihen. Investoren sollten dieses Szenario keinesfalls verdrängen und bei ihren Anlageentscheidungen berücksichtigen, dass Amerikas Schulden einen großen Gefahrenherd darstellen würden. (28.11.2017/alc/a/a)
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