Wien (www.anleihencheck.de) - Polens Wirtschaft wächst weiterhin kräftig, getrieben vor allem vom privaten und staatlichen Konsum, aber auch von zunehmenden Exporten, so die Experten von Raiffeisen Capital Management (RCM) in ihrem aktuellen "emreport".
Eine etwas schwächere Wachstumsdynamik in der Eurozone und Engpässe im polnischen Arbeitsmarkt könnten laut Weltbank im kommenden Jahr allerdings zu einer leichten Verlangsamung des Wachstums führen. Inzwischen habe Polens Wirtschaftsleistung pro Einwohner 70% des EU-Durchschnitts erreicht. Als es vor 13 Jahren der EU beigetreten sei, seien es lediglich 50% gewesen.
Das Wirtschaftswachstum in Tschechien habe sich im zweiten Quartal nochmals beschleunigt. Vor allem die Investitionen seien kräftig gestiegen, hinzu komme ein boomender privater Konsum. Der Einkaufsmanagerindex für das Produzierende Gewerbe habe zuletzt ein Sechsjahreshoch erreicht. Die Tschechische Krone sei in Erwartung möglicher stärkerer Zinsanhebungen der Notenbank gestiegen und gegenüber dem Euro auf ein Vierjahreshoch geklettert. Die Zentralbank habe ihren wichtigsten Zinssatz wie allgemein erwartet um 0,25% auf 0,5% angehoben. Sie habe aber zugleich signalisiert, dass sie keinen Anlass für beschleunigte Zinsanhebungen sehe.
Die Aktienmärkte der Region hätten im Oktober zumeist zugelegt. Die Aktienindices in Warschau und Prag seien um 3% bzw. 2% gestiegen, die Budapester Börse habe sogar um sechs Prozent fester geschlossen. (Ausgabe November 2017) (15.11.2017/alc/a/a)
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