Logo
NEWS - Allgemein
www.anleihencheck.ariva-services.de
24.10.17 10:15
EZB dürfte bezüglich des Quantitative Easings mit größter Vorsicht agieren

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die wichtigste Frage für die Märkte ist, wie und wann die EZB mit der Abwicklung der quantitativen Lockerung beginnen wird, so Charlie Diebel, Head of Rates bei Aviva Investors, im Kommentar zur EZB-Sitzung am Donnerstag.

Je später das Ende des Quantitative Easings komme, desto positiver werde die Reaktion sein. Die Investoren hätten sich darauf vorbereitet, dass die Asset-Käufe sechs Monate lang auf rund 40 Mrd. Euro pro Monat sinken würden. Doch nun scheine es wahrscheinlicher, dass sich die EZB für einen langsameren und stetigeren Rückgang auf 30 Mrd. Euro pro Monat für neun Monate entscheiden werde. Es sei auch möglich, dass die quantitative Lockerung monatlich um 5 Mrd. Euro gesenkt werde. Dies würde beim Ende des Programms eine größere Klippe für Investoren vermeiden.

Die Notenbanker würden wahrscheinlich mit größter Vorsicht agieren, da ihnen bewusst sei, dass jede gewagte Ankündigung bezüglich der quantitativen Lockerung ein Ereignis wie das Taper Tantrum von 2013 auslösen könnte. Was auch immer die EZB tue; sie werde den allmählichen Inflationsanstieg nicht untergraben wollen. Alle Signale für eine Erholung im Euroraum seien vorhanden, aber die Zentralbank sei nach wie vor besorgt, wie nachhaltig die steigende Inflation sei. (24.10.2017/alc/a/a)


© 1998 - 2026, anleihencheck.ariva-services.de