Hannover (www.anleihencheck.de) - Die FOMC-Sitzung in der vergangenen Woche hat für die internationalen Rentenmärkte keine größeren Überraschungen gebracht, so die Analysten der Nord LB.
Die US-Notenbank habe erwartungsgemäß beschlossen, das Leitzinsniveau nicht anzupassen. Die obere Grenze der FED Funds Target Rate verharre damit zunächst bei 1,25%. Diese zögerliche Haltung der Zentralbank sei am Rentenmarkt erwartet worden; die jüngsten Entwicklungen an der Inflationsfront in den USA hätten den Verantwortlichen in Washington nämlich ganz ohne Zweifel keinen Grund zur Hektik bei der langsamen Normalisierung der Geldpolitik der FED geliefert. Das FOMC-Statement sei leicht angepasst worden.
Mit den ab dem 2. Quartal zu erwartenden stärkeren Konjunkturdaten und einem denkbaren Anziehen der Inflation könne es auch zunächst zu einer Zinsanhebung im September und dann zu einem Einstieg in den Verkauf von Wertpapieren im Dezember kommen. Diese Details seien nach Auffassung der Analysten aber höchstens von operativer Bedeutung. Mit Blick auf die Strategie der US-Notenbank müsse festgehalten werden, dass das FOMC noch vor dem Ende des Jahres 2017 die FED Funds Target Rate weiter anheben werde und zudem noch erste Maßnahmen zur Reduktion ihres Bilanzvolumens ergreifen dürfte.
In diesem geldpolitischen Umfeld pendle die Rendite der 10J US-Staatsanleihen wieder im Bereich von 2,30%. Vor allem die Rede von John Williams (Chef der San Francisco FED) in Las Vegas könne wohl relevante Hinweise für die Marktteilnehmer bringen. Zudem müsse natürlich auf US-Inflationszahlen und auf den Arbeitsmarktbericht aus Washington gewartet werden. (31.07.2017/alc/a/a)
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