Wien (www.anleihencheck.de) - Je länger die Europäische Zentralbank (EZB) an ihrer aktuellen Politik festhält, desto überzeugter sind Anleger, dass das extrem niedrige Zinsniveau von Dauer ist, so die Experten von "FONDS professionell".
Eine Folge dieser Überzeugung sei am Anleihemarkt zu beobachten: Die Kurse vieler Anleihen seien in den vergangenen Jahren stark gestiegen, die Renditen dementsprechend gefallen. "Der Anleihemarkt kann deshalb als Mutter aller Blasen bezeichnet werden", sage Vermögensprofi Bert Flossbach.
Aktien seien die letzte große Anlageklasse, bei der sich die tiefen Zinsen noch nicht in entsprechend höheren Bewertungen niedergeschlagen hätten. Zwar sei auch die Gewinnrendite von Anleihen in den vergangenen Jahren gefallen. Sie liege aber immer noch weit über denen von Anleihen.
Aktuell betrage etwa die Gewinnrendite der Unternehmen im Aktienindex MSCI World rund 6 Prozent. Zum Vergleich: Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen liege mit 2,3 Prozent deutlich tiefer. Und zehnjährige deutsche Bundesanleihen würden derzeit gerade einmal 0,3 Prozent Rendite bieten. (10.04.2017/alc/n/a)
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