Stuttgart (www.anleihencheck.de) - thyssenkrupp (ISIN DE0007500001 / WKN 750000) beendet sein verlustreiches Stahlgeschäft in Amerika und verkauft das brasilianische Stahlwerk CSA an den in Luxemburg ansässigen Stahlkonzern Ternium, so die Börse Stuttgart.
Das habe hohe Wertberichtigungen für den Stahlkonzern mit Sitz in Essen zur Folge. Ternium zahle nur 1,5 Milliarden Euro, rund 900 Millionen Euro weniger als das Werk in der Bilanz von thyssenkrupp bewertet sei. Diese Summe müsse abgeschrieben werden. Wie das Unternehmen mitteile, werde der Verkauf entsprechende Auswirkungen auf den Jahresüberschuss haben, wobei die Schulden durch die Veräußerung der Anlage deutlich reduziert würden.
Die Anleger hätten die Meldung euphorisch aufgenommen. Die Kurse der Anleihen des Konzerns seien am Mittwoch stark gestiegen. Insbesondere die bis Februar 2025 laufende Anleihe (ISIN DE000A14J587 / WKN A14J58) habe hohe Handelsumsätze an der Börse Stuttgart verzeichnet. Der Bond werde mit 2,5 Prozent p.a. verzinst und sei zu einer Mindeststückelung von 1.000 Euro nominal handelbar. Bei einem aktuellen Kurs von 104,33 rentiere das von Standard & Poor's mit BB geratete Papier bei 1,91 Prozent.
2014 habe thyssenkrupp bereits sein Amerika-Engagement beim Stahl beendet. Der Konzern habe sein Stahlverarbeitungswerk in Alabama an ArcelorMittal und Nippon Steel verkauft. Für das Werk in Brasilien habe thyssenkrupp mehrere Jahre lang nach einem Käufer gesucht, was auch an den komplizierten Eigentums- und Mitspracherechten bei der Tochter gescheitert sei. Im vergangenen Jahr habe der Konzern das in Sante Cruz liegende Stahlwerk komplett übernommen. Als alleiniger Eigentümer habe man gehofft, das verlustreiche Werk leichter verkaufen zu können. (Ausgabe 7 vom 24.02.2017) (27.02.2017/alc/n/a)
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