London (www.anleihencheck.de) - Für Anleiheinvestoren steht 2017 im Zeichen der USA, so Jim Leaviss, Leiter Retail Fixed Interest bei M&G Investments.
Noch sei das politische Programm des neuen US-Präsidenten Donald Trump ein Cocktail, bei dem die Zutaten nicht genau feststünden. Eine höhere Staatsverschuldung und steigende Inflationsraten dürften aber dabei sein. Nach Ansicht von Jim Leaviss könnten Anleger 2017 deshalb die Kreditwürdigkeit von Staatsanleihen - der traditionell "risikofreien" Anlage - wieder neu hinterfragen. Das dürfte in absehbarer Zeit zu höheren Renditen führen.
Als Antwort darauf sei die FED im kommenden Jahr möglicherweise gezwungen, die Zinsen zu erhöhen, was wiederum den US-Dollar weiter stärken würde. Der Euro sei dagegen aufgrund der weiterhin sehr lockeren Geldpolitik der EZB gefährdet. Daher werde es für Investoren auch immer attraktiver, in die USA abzuwandern, da sie dort höhere Renditen erzielen könnten.
"Der Renditeabstand zwischen US-Treasuries und Bundesanleihen hat nahezu einen Rekordwert erreicht. Auch bei europäischen Unternehmensanleihen drückt die EZB-Politik auf die Renditechancen", so Leaviss. Aus seiner Sicht bleibe der Corporate-Sektor jedoch auch 2017 interessant: "Anleger werden für das eingegangene Ausfallrisiko immer noch mehr als entschädigt - das gilt sowohl für Unternehmensanleihen in US-Dollar, Britischen Pfund und Euro als auch über alle Bonitätsstufen hinweg." (13.12.2016/alc/a/a)
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