Paris (www.anleihencheck.de) - Der Druck auf die Anleihemärkte hat sich nach den US-Wahlen deutlich erhöht, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate".
Nachdem festgestanden habe, dass Donald Trump wohl der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werde, sei es zu einer Flucht aus langlaufenden US-Staatsanleihen gekommen.
Die US-Notenbank könnte sich also gezwungen sehen, ihre Geldpolitik deutlich schneller zu straffen als bisher erwartet. Eine Zinserhöhung im Dezember gelte bereits fast als sicher - ein Zinsschritt von 25 Basispunkten werde an den Märkten mittlerweile mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 90 Prozent eingepreist.
Vor allem die langlaufenden Anleihen hätten sehr sensibel auf die sich ändernden Zinserwartungen reagiert. Der T-Bond-Future für 30-jährige US-Staatsanleihen sei innerhalb weniger Tage um mehr als 5 Prozent in den Keller gerauscht. Dementsprechend hätten die Anleiherenditen kräftig angezogen. So sei beispielsweise die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen um rund 50 Basispunkte auf 2,3 Prozent geklettert. Dies sei der höchste Stand in diesem Jahr gewesen. Doch der starke Anstieg der Anleiherenditen habe sich nicht nur auf die USA beschränkt. Auch in Europa und Asien seien die Renditen deutlich in die Höhe geschossen. (Ausgabe Dezember 2016) (05.12.2016/alc/a/a)
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