Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die Zentralbank von Südafrika entscheidet auf der bevorstehenden Sitzung des geldpolitischen Ausschusses (22.-24. November) über die Höhe der Leitzinsen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Die Analysten würden erwarten, dass die Währungshüter den Satz trotz eines jüngst langsameren Preisauftriebs unverändert bei 7,00% belassen würden. Die Gründe dafür seien die nach Einschätzung der Analysten durch das Ergebnis der US-Wahl spürbar gewachsenen Unsicherheiten, die auch den Südafrikanischen Rand (ZAR) perspektivisch unter Druck gebracht hätten. Bis zum Ende 2017 würden die Analysten von Kursgewinnen des US-Dollars von derzeit 14,50 ZAR bis auf Niveaus um 16,50 ZAR ausgehen. Insofern würden die Analysten nur noch in den kommenden Wochen mit einer Fortsetzung des gegenwärtigen dis-inflationären Trends rechnen, bevor die Abwertungen der heimischen Währung den Preisauftrieb wieder verstärken würden.
Vor diesem Hintergrund würden die Analysten für das Gesamtjahr 2016 mit einer durchschnittlichen Inflation von 6,3% rechnen. Für 2017 und 2018 hätten die Analysten ihre Inflationsprognosen jedoch von 5,6% auf 6,2% und von 5,4% auf 5,6% heraufgesetzt. Vermutlich werde die Teuerung erst nachhaltig zum Jahresende 2017 in das von der Notenbank angestrebte Inflationszielband von 3 bis 6% zurückfallen. Eine einmalige Senkung der Leitzinsen um 25 Basispunkte sei daher wohl nur im ersten Quartal kommenden Jahres wahrscheinlich. (21.11.2016/alc/a/a)
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