Paris (www.anleihencheck.de) - Inmitten niedriger Volatilität und eines geringen Handelsvolumens konnten im August risikoreiche Asset-Klassen ihre Gewinne nach einer eher kraftlosen Leistung in der ersten Jahreshälfte 2016 wieder steigern, so die Experten von Edmond de Rothschild Asset Management.
Die Erholung sei auf eine gute Konjunktur - insbesondere in den Vereinigten Staaten und den Schwellenländern - zurückzuführen. Auch wenn es immer noch zu früh sei, die Folgen des Brexit abschätzen zu können, sei der Aufwärtstrend nach dem politischen Schock eine beruhigende Nachricht.
Der Anlageexperte nenne jedoch auch zwei Faktoren, die zu einem ungleichmäßigen Verlauf dieser Rally führen könnten: Zum einen gebe Melman zu bedenken, dass die amerikanische Notenbank FED ihre Geldpolitik noch vor Ende des Jahres 2016 verschärfen könnte. Diese Möglichkeit sei seiner Ansicht nach bisher von den Märkten nicht angemessen berücksichtigt worden. Zum anderen sei der Anlageexperte der Meinung, dass der Wirtschaftsaufschwung in den Industrieländern, der der asiatischen Volkswirtschaft geholfen habe, nicht extrapoliert werden könne.
Die unmittelbar bevorstehenden Sitzungen der Notenbanken würden das weitere taktische Vorgehen bestimmen. Die Europäische Zentralbank tage am 8. September, die US-Notenbank FED und die Bank of Japan würden ihre Sitzungen am 20./21. September abhalten.
"Die Wahrscheinlichkeit, dass die amerikanische Notenbank FED die Zinsen im September 2016 erhöht, liegt bei 41 Prozent", erkläre der Anlagespezialist. Seine Asset Allokation weise auch bei Aktien aktuell ein taktisches Untergewicht in den Schwellenländermärkten aus, stattdessen bevorzuge Melman ein stärkeres Engagement bei europäischen Unternehmenswerten. Im Anleihebereich lege er den Fokus weiterhin auf Hochzinsanleihen sowie auf Finanztitel aus Europa. US-Staatsanleihen würden in den Portfolios untergewichtet bleiben - ebenso der US-Dollar. (06.09.2016/alc/a/a)
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