Paris (www.anleihencheck.de) - James Bullard, Chef der Federal Reserve von St. Louis, hat es getan, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Wieder einmal habe ein hochrangiger Vertreter der US-Notenbank Federal Reserve laut über eine mögliche US-Leitzinserhöhung im Juni nachgedacht. Immer wieder hätten in den vergangenen Monaten verschiedene FED-Vertreter eine mögliche Zinserhöhung in Aussicht gestellt.
Die US-Wirtschaft stehe hingegen gar nicht so schlecht da und könnte eine Zinserhöhung sicherlich verkraften. So sei etwa der für die US-Wirtschaft wichtige Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im April von 54,4 auf 55,7 Punkte gestiegen. Auch der US-Arbeitsmarkt präsentiere sich recht robust; seien die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe doch zuletzt auf den tiefsten Stand seit rund 43 Jahren gefallen. Hinzu komme, dass auch die Einkaufslaune der US-Konsumenten intakt sei.
An den Finanzmärkten sei für 2016 dennoch gar kein Zinsschritt mehr eingepreist. Dass die FED schon im Juni die Zinsen anheben werde, dürfte in der Tat eher unwahrscheinlich sein. Sollte die US-Wirtschaft nicht einbrechen, könnte es in diesem Jahr aber durchaus noch eine Zinserhöhung geben. Allerdings könnte sich die eher den Demokraten zugeneigte FED-Chefin Janet Yellen dafür noch bis nach den US-Wahlen am 8.November Zeit lassen.
Sicher sei jedoch, dass derzeit nichts sicher sei. Ein Engagement am US-amerikanischen Aktienmarkt dränge sich derzeit daher wohl eher nicht auf. Zumal auch die laufende Bilanzsaison nicht positiv habe überraschen können und darüber hinaus der US-Aktienmarkt - gemessen am KGV des Dow Jones - höher bewertet sei als der DAX. (Ausgabe vom 06.05.2016) (09.05.2016/alc/a/a)
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