Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Über die Zinserwartungen in den USA wird im Markt weiterhin spekuliert, so Tilmann Galler, globaler Stratege bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt.
"Zuletzt schlug Janet Yellen, Präsidentin der US-Notenbank Federal Reserve (FED), in ihrer Rede zu den Konjunkturaussichten einen gemäßigten Ton an, der Investoren überrascht haben könnte", unterstreiche Galler.
Denn obwohl die zwei Indikatoren Inflation und Beschäftigung, die unter das Mandat der FED fallen würden, beide nach oben tendiert hätten, habe sich Yellen eher auf internationale Themen konzentriert. Sie habe sich neben der Entwicklung des US-Dollars aktuell sehr stark dem globalen Wachstum und China angenommen.
Galler führe aus: "Der Aufmerksamkeitswechsel von der US-Wirtschaft hin zu internationalen Faktoren könnte nahelegen, dass kurzfristig eine geringere Anzahl von Zinsanstiegen erfolgt." Laut dem Experten führe eine explizitere Einbeziehung von globalen Treibern durch die FED letztendlich aber zu einer höheren Unsicherheit und einer größeren Unvorhersehbarkeit: "Für Investoren gilt es damit umso mehr Faktoren zu beobachten, die eventuelle Zinsanstiege beeinflussen können." (Ausgabe vom 04.04.2016) (05.04.2016/alc/a/a)
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