Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Auch wenn die US-Notenbank - wie Allianz Global Investors erwartet - in dieser Woche den Leitzins unverändert lassen wird, könnte die FOMC-Sitzung vom 15. bis 16. März einen Wendepunkt darstellen, berichtet Franck Dixmier, Globaler Anleihenchef von Allianz Global Investors.
So dürfte die US-Notenbank zeigen, dass sie die erhebliche Veränderung des makroökonomischen und finanziellen Umfelds seit Anfang des Jahres zur Kenntnis genommen habe. In der Tat würden sich mittlerweile bei einer globalen Betrachtung die Risiken im Zusammenhang mit der Verlangsamung in China sowie der Preisentwicklung im Allgemeinen und der Rohstoffpreis-Entwicklung im Besonderen relativieren.
Es erscheine durchaus möglich, dass die FED die Märkte sogar auf mehr vorbereiten werde. Die Aussicht auf zwei oder drei Zinserhöhungsschritte in diesem Jahr stünde lediglich in Einklang mit dem aktuellen Inflationstrend in den USA. Dort habe der Teuerungsanstieg im Januar bei 1,7 Prozent gg. Vj. gelegen, gleichzeitig gebe es Lohndruck.
Die Ankündigung einer noch strafferen Geldpolitik hätte voraussichtlich eine Anpassung der Zinserwartungen zur Folge, welche sich auch auf die Langfristzinsen auswirken würde. Weiterer Nebeneffekt: Die Märkte würden die geldpolitische Divergenz zwischen FED und der Europäischen Zentralbank stärker berücksichtigen und so zu einer weiteren Festigung des US-Dollars beitragen. (Ausgabe vom 14.03.2016) (15.03.2016/alc/a/a)
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