Stockholm (www.anleihencheck.de) - Die fallenden Energiepreise haben die Inflation in der Eurozone im Februar wieder unter die Nulllinie gedrückt, so die Analysten der Nordea.
Man habe es jedoch nicht mit einer Deflation im eigentlichen Sinne zu tun, da die meisten anderen Preise steigen würden. Eine echte Deflation wäre ein Desaster für die Eurozone, da dadurch die ohnehin schon hohe Schuldenlast der Region noch drückender würde. Um dies zu verhindern, sei eine weitere erhebliche Lockerung wahrscheinlich. Aber ganz gleich, welche Maßnahmen die EZB in naher Zukunft ergreife, die Inflation dürfte sich in den nächsten Monaten auf Nullniveau bewegen, bis sie im Zuge der Erholung der Ölpreise wieder steige.
Im letzten Jahr hätten Unternehmensanleihen schlechter abgeschnitten als Staatspapiere und jetzt würden sie als relativ attraktiv im Vergleich zu Staatsanleihen der Kernländer betrachtet. Die Analysten würden nicht von einer größeren Bonitätsverschlechterung im Segment der Unternehmensanleihen mit höherem Rating ausgehen und hätten daher ihr Engagement in diesem Bereich durch Kauf eines Corporate ETF aus der Eurozone erhöht.
Die Analysten hätten Investment-Grade-Anleihen in ihr Portfolio aufgenommen und seien jetzt bei Anleihen neutral gewichtet. Die Duration sei unverändert auf neutralem Niveau. In dänischen Hypothekenanleihen, chinesischen Anleihen und Investment-Grade-Anleihen seien sie übergewichtet und in Staatsanleihen untergewichtet. (Ausgabe März 2016) (10.03.2016/alc/a/a)
© 1998 - 2026, anleihencheck.ariva-services.de