Wien (www.anleihencheck.de) - Anleihen aus den europäischen Krisenländern Griechenland, Portugal oder Spanien haben sich zuletzt sehr gut entwickelt, so die Experten von "FONDS professionell".
Im Jahr 2016 dürfte das ähnlich aussehen, würden die Experten von Blackrock, Pimco und Prudential erwarten.
Obwohl in Europa die Sorge umgegangen sei, ein Zahlungsausfall Griechenlands könnte die Währungsunion spalten, hätten Hellenen-Bonds exzellent abgeschnitten. Griechische Staatschuldtitel hätten in diesem Jahr einen Ertrag von rund 22 Prozent erzielt - der höchste Wert unter den Anleihen von Staaten, die in den "World-Bond-Indices" des Finanzinformationsdienstes Bloomberg abgebildet würden.
Doch bislang hätten es die Papiere nicht geschafft, ihren schlechten Ruf bei internationalen Institutionellen abzuschütteln. Hinzu komme, dass größere Fonds keine Bonds kaufen könnten, die unterhalb von "Investment-Grade" eingestuft seien und bei denen die Liquidität gering und die Volatilität hoch ausfalle. "Die eingebaute Volatilität macht es für Vermögensverwalter nicht so attraktiv", erkläre Jack Kelly, Investment-Director bei Standard Life Investments, gegenüber Bloomberg. Privatanleger hingegen seien solchen Restriktionen - das nötige Risikobewusstsein vorausgesetzt - nicht unterworfen.
Eines sollten sich Interessierte immer klar machen: Bei vielen Titeln aus der Peripherie, etwa aus Spanien oder Griechenland, habe es zuletzt immer wieder krisenhafte Ereignisse gegeben. Auch in Zukunft werde es politisch und wirtschaftlich schwierig werden, sage Robert Tipp, Leitender Investmentstratege bei der Festzinssparte von Prudential. "Aber genau diese Anleihen zeigten die beste Entwicklung." Prudential behält für globale Fonds die hauseigene "Übergewichten"-Haltung gegenüber den Peripherieländern für 2016 bei. (29.12.2015/alc/a/a)
© 1998 - 2026, anleihencheck.ariva-services.de