Paris (www.anleihencheck.de) - Die Erwartungen der Investoren sind kurz vor der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am 3. Dezember 2015 hoch, so die Experten von Edmond de Rothschild Asset Management.
Basierend auf den vorherigen Aussagen des Präsidenten Mario Draghi deute vieles darauf hin, dass die Notenbank weitreichende Maßnahmen beschließen könnte.
"Die EZB könnte zwar einige aussagekräftige Maßnahmen in Aussicht stellen, allerdings ist der Spielraum aufgrund des erwarteten Inflationsrisikos im nächsten Jahr eher gering", sage François Raynaud, Portfoliomanager im Asset Allocation and Sovereign Debt-Team. "Schlussendlich besteht aber die Aufgabe der Bank darin, das Preisniveau zu stabilisieren."
Allgemein würden Anleger derzeit von der immer mehr auseinanderdriftenden Geldpolitik der Notenbanken in den USA und der Eurozone profitieren. Während die Federal Reserve (FED) durch einen möglichen Zinsanstieg den Normalisierungsprozess anstrebe, zeige sich die EZB entschlossen, ihr Ankaufprogramm für Anleihen auszuweiten.
François Raynaud halte folgende Ausgangszenarien der EZB-Sitzung für möglich: "Die EZB könnte ihren Einlagenzinssatz um mindestens 10 Basispunkte kürzen und dabei sowohl den Umfang als auch die Dauer ihres Ankaufprogramms ausweiten. Falls es der Notenbank gelingt, die Investoren nicht zu enttäuschen, sollten die Aktien- und Anleihemärkte die Entscheidung mit Freude begrüßen, während der Euro weiter an Wert verliert. Nichtsdestotrotz muss die Bank ihre Überwachungsrolle wahren, sodass man nicht das ganze Pulver an möglichen Maßnahmen vor der FED-Sitzung am 16. Dezember verschießen möchte. In der Zwischenzeit sollten Anleger mit hoher Volatilität rechnen." (Ausgabe vom 02.12.2015) (03.12.2015/alc/a/a)
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