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24.11.15 12:31
Herausforderungen für Ertragsgenerierung im Anleihensegment mit Flexibilität und Internationalisierung begegnen

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Renditen der Staatsanleihen aus der Eurozone erreichten zuletzt neue Tiefstände, so Experten von J.P. Morgan Asset Management.

Hintergrund für diese Entwicklung sei, dass die Europäische Zentralbank in Aussicht gestellt habe, zusätzliche quantitative Lockerungsmaßnahmen zu beschließen. Als Folge nähere sich der Anteil der EUR-Staatsanleihen, die mit negativer Rendite notieren würden, den Rekordständen vom April 2015. "In der letzten Woche konnte sogar Portugal erstmals kurzfristige Anleihen mit negativer Rendite begeben. Deutschland platzierte zweijährige Papiere mit einer Rendite von -0,4 Prozent - das ist ein Rekordtief", betone Michael Mewes, Leiter des Anleihenteams bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt.

Der Experte führe aus, dass mehr als zwei Drittel der Staatsanleihen aus dem Euroraum mit weniger als einem Prozent rentieren würden. Angesichts der steigenden Herausforderungen für die Ertragsgenerierung könnten Anleger deshalb weiterhin erwägen, sich im Risikospektrum ins Segment der europäischen Hochzinsanleihen vorzuwagen: Der Barclays Pan-European High Yield Index biete beispielsweise derzeit eine Rendite von fast 5 Prozent. "Anleiheninvestoren werden bei Hochzins­anleihen aktuell deutlich für potenzielle Zahlungsausfälle und eine erhöhte Volatilität entschädigt", unterstreiche Mewes.

Wichtig sei dabei, sich flexibel zu positionieren, um die gesamte Spannbreite der Anleihenmärkte nutzen zu können. Des Weiteren sei eine Internationalisierung der Investments sinnvoll: "Die Differenz 10-jähriger US-Staatsanleihen im Vergleich zu deutschen Bundesanleihen liegt fast bei 1,5 Prozent, das ist historisch signifikant. Diese Mehrrendite ist nicht nur bei Staatsanleihen, sondern in allen Anleihensegmenten zu beobachten. Und nicht zu vernachlässigen ist, dass die Internationalisierung zumeist auch aus Diversifikationssicht Sinn macht", so das Fazit von Michael Mewes. (24.11.2015/alc/a/a)


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