Paris (www.anleihencheck.de) - Es ist nicht überraschend, dass der Aktienmarkt in der abgelaufenen Woche das Bild der vielzitierten Schaukelbörse abgab: Positive Nachrichten wechselten sich mit negativen ab, und das sowohl auf makroökonomischer als auch auf Unternehmensebene, berichten die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
So habe auf der einen Seite etwa die Auftragslage deutscher Unternehmen die Stimmung belastet: Im September seien die Bestellungen gegenüber dem Vormonat um 1,7 Prozent zurückgegangen - dabei sei der im Zuge des VW-Abgasskandals zu erwartende Rückgang noch gar nicht darin enthalten. Auch vor diesem Hintergrund sei das Minus überraschend; Experten hätten mit einem Zuwachs von rund einem Prozent gerechnet.
Das gemischte Bild habe sich auch bei den Ergebnissen der deutschen Unternehmen für das jüngst abgelaufene Quartal gezeigt: Auf der einen Seite hätten Gewinnwarnungen wie bei der Deutschen Bank oder bei HUGO BOSS für Enttäuschung gesorgt, auf der anderen Seite hätten Unternehmen wie adidas und BMW mit guten Zahlen und Aussichten positiv zu überraschen gewusst.
Das Zünglein an der Waage für die weitere Entwicklung von DAX und Co dürfte daher in den kommenden Wochen wieder einmal die Europäische Zentralbank (EZB) sein: Die zuvor schon angedeutete Bereitschaft, die Geldschleusen im Dezember gegebenenfalls noch weiter zu öffnen, sei von EZB-Chef Draghi am Donnerstag erneut bekräftigt worden - nach wie vor sei den Währungshütern die Inflation in der Eurozone zu gering. (Ausgabe vom 06.11.2015) (09.11.2015/alc/a/a)
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