Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Während die allgemeine Inflationsrate mit 0,2% gg. Vj. im Juli in Höhe der Erwartungen lag, zog die Kernrate in der Eurozone überraschend kräftig von 0,8% auf 1,0% (Konsens: 0,8%) an, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Die Entwicklung der Kernrate werde als Maßstab für das generelle Inflationsmomentum gesehen. Mit 1,0% werde kein hoher Wert ausgewiesen, akute Deflationsgefahren würden sich in Anbetracht der Stabilisierung der Kernrate aber derzeit auch nicht mehr ausmachen lassen. Vor diesem Hintergrund seien Bundesanleihen kurzzeitig unter Druck geraten und der Euro habe zugelegt.
Zusätzlichen Rückenwind habe der Euro zum US-Dollar am Freitag durch die Veröffentlichung des Lohnkostenindex für das 2. Quartal in den USA erhalten, der mit 0,2% gg. Vq. den geringsten Anstieg seit Beginn der Zeitreihe 1982 ausgewiesen habe. Trotz der über die vergangenen Wochen stark gefallenen Arbeitslosenquote bleibe der Lohndruck in den USA gering, was den Druck von der US-Notenbank nehme, schnell mit den Zinsen nach oben zu gehen.
Der ebenfalls am Freitag veröffentlichte endgültige Wert für das Konsumentenvertrauen der Universität Michigan habe mit 93,1 Punkten leicht unterhalb der Markterwartungen von 94 Punkten gelegen. Seite Dezember 2014 bewege sich die Verbraucherstimmung in einem Korridor zwischen 93,0 und 98,1 Punkten seitwärts.
Letztlich habe sich der Euro aber wieder im Bereich von 1,10 USD eingependelt und dürfte sich heute in diesem Bereich seitwärts bewegen. An Dynamik verliere auch die jüngste Erholung des Euro zum Britischen Pfund. Hier drohe ein erneuter Rückfall unter die Marke von 0,70 GBP. (03.08.2015/alc/a/a)
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