Hannover (www.anleihencheck.de) - In der vergangenen Woche hat die EZB die Leitzinsen für die Eurozone bestätigt, so die Analysten der Nord LB.
Im Anschluss an die Ratssitzung habe Notenbankpräsident Draghi zudem betont, dass das Ankaufprogramm für Wertpapiere reibungslos verlaufe. Man habe weder über eine Aufstockung noch über eine Exitstrategie gesprochen. Für Marktbewegung habe hingegen die Äußerung gesorgt, dass man einstimmig der Meinung sei, durch die Volatilität der vergangenen Wochen - insbesondere an den Rentenmärkten - hindurchschauen zu wollen.
Während die Inflationsprognose für das laufende Jahr leicht nach oben korrigiert worden sei, habe man die Prognosewerte für 2016 und 2017 bestätigt. Dies zeige, dass die EZB sich zwar in der Wahl ihrer geldpolitischen Mittel durchaus wohl fühle, gleichzeitig aber noch keinen erhöhten Inflationsdruck fürchte. Entsprechend werde man wohl auch am Ankaufprogramm bis zunächst September des kommenden Jahres festhalten.
Bestätigt worden seien zudem die Wachstumsprognosen. Hier habe die Notenbank allerdings darauf hingewiesen, dass die Wachstumsdynamik in der Eurozone zuletzt minimal nachgegeben haben dürfte. Keine Überraschungen habe es zudem von der Bank of England (BoE) gegeben, wo das Monetary Policy Committee seinen geldpolitischen Kurs bestätigt habe und die Bank Rate bei 0,50% geblieben sei. (Ausgabe vom 08.06.2015) (09.06.2015/alc/a/a)
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