Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Seit sechs Jahren verfolgen die Zentralbanken eine expansive Geldpolitik wie sie noch nie in der Geschichte vorgekommen ist, so Dr. Eberhardt Unger von "fairesearch".
Und ein Ende sei noch immer nicht absehbar. Was vorher als "unvorstellbar" angesehen worden sei, werde jetzt als "normal und modern" bezeichnet. Das Ausmaß der Maßnahmen nehme von Monat zu Monat immer unvorstellbarere Dimensionen an, doch die Börsen, würden es in Ordnung finden.
Dieses "moderne Finanzsystem" bringe steigende Aktien- und Rentenkurse, was allgemein als wunderbar angesehen werde. Stattdessen sollte es als gefährliche Blasenbildung erkannt werden. Zur Rechtfertigung der Liquiditätsschwemme werde auf Deflationsgefahren hingewiesen. Doch in Wirklichkeit senke es die Reformbereitschaft in der Budgetpolitik auf 0, steigere die globale Verschuldung auf inzwischen USD 200 Billionen und verschiebe nur die Inflationsgefahren. Der ausgelöste Abwertungswettlauf am Devisenmarkt steigere zusätzlich die Turbulenzen.
Folgerung: Wenn jetzt noch die angekündigte Normalisierung der US-Zinsstruktur ausbleibe, könnten die Märkte das Vertrauen in die Zentralbanken verlieren. Bundesbankpräsident Weidmann finde, Staatsanleihenkäufe durch die EZB seien für die Steuerzahler gefährlich. (05.03.2015/alc/a/a)
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