Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das BIP ist in Japan im 3. Quartal 2014 um 0,4 und im 2. Quartal 2014 um 1,9% gegenüber dem Vorquartal geschrumpft, so Dr. Eberhardt Unger von "fairesearch".
Im Vergleich zum Vorjahr sei das BIP um real 1,6% niedriger ausgefallen Die nach dem Ministerpräsident Shinzo Abe benannten "Abenomics" seien gescheitert. Eine lockere Geldpolitik, äußerst umfangreiche kreditfinanzierte Konjunkturprogramme und eine Abschwächung des Japanischen Yen hätten die Volkswirtschaft nicht auf einen sich selbst tragenden Aufschwung gebracht. Seit dem Platzen der Aktien- und Immobilienblase in 1990 befinde sich Japan in der Flaute. Geld- und Fiskalpolitik würden ohne Strukturreformen wirkungslos bleiben.
Wie sehr sich die Situationen in Japan und der Eurozone doch gleichen würden. Auch hier werde nur auf die Geld- und Fiskalpolitik geachtet. Deregulierungen und Strukturreformen könnten nicht durchgesetzt werden. Der Euro werde bewusst schwach geredet.
Die Erfahrungen in Japan sollten für Europas Politiker ein Warnruf sein. Die EZB-Geldpolitik allein werde das Problem der schwachen Wirtschaftsentwicklung nicht lösen. Beherzte Wirtschaftsreformen seien gefragt. (01.12.2014/alc/a/a)
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