Wien (www.anleihencheck.de) - In Polen gibt es mittlerweile wieder überwiegend positive Konjunktursignale, so die Experten von Raiffeisen Capital Management (RCM) in ihrem aktuellen "emreport".
Industrieproduktion und Einzelhandel würden sich wieder besser entwickeln, die Reallöhne würden Unterstützung bieten und auch die Verkaufsmanager-Umfragen würden auf eine positivere Konjunkturdynamik hindeuten. Zugleich sei die jährliche Inflationsrate weiterhin auf dem sehr niedrigen Niveau (+1%). Die Zentralbank habe den Leitzins Anfang Oktober erwartungsgemäß nicht verändert, für die kommenden Monate sei auch keine Änderung zu erwarten.
Für den Anleihenmarkt werde das längerfristig eher negative Auswirkungen haben, da ein wichtiger Marktteilnehmer damit ausfalle. Allerdings habe die Erfahrung in Ungarn gezeigt, dass das längerfristig verkraftbar sein könne. Die unmittelbare Reaktion sei jedenfalls negativ gewesen, sowohl auf der Anleihen- als auch auf der Währungsseite; sie sei allerdings nur von kurzer Dauer gewesen. Im Laufe des Oktobers hätten polnische Anleihen mit der besseren Investorenstimmung Unterstützung gefunden und seien mit dem Gesamttrend mitgestiegen; der Zloty habe aufwerten können.
Der Aktienmarkt habe an die September-Erholung angeschlossen und im Oktober mit einem Anstieg von über 7% beeindruckt, der besten Performance innerhalb der CEE-Region. (Ausgabe November 2013) (15.11.2013/alc/a/a)
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