Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Mit ihrem Programm der quantitativen Lockerungen (QE) kauft die US-Notenbank (FED) monatlich USD 85 Mrd. Staatsanleihen und Hypothekenpapiere, so Dr. Eberhardt Unger von "fairesearch".
In ihrem Portfolio seien die Bestände an Treasuries von USD 500 Mrd. 2009 auf inzwischen 2000 Mrd. gestiegen. Allein die Ankündigung von FED-Präsident Bernanke, unter bestimmten Bedingungen diese Käufe (ab möglicherweise September) allmählich wieder zurück zu fahren und Mitte 2014 auslaufen zu lassen, habe die Finanzmärkte in Panik versetzt.
Die Kursverluste stünden zunächst nur auf dem Papier. Sie würden erst realisiert, wenn die FED die Papiere am Markt verkaufe. Das werde sie aber nicht tun, denn dann würde der Rentenmarkt einen Crash erleben. Doch am Ende der Laufzeit müssten die Papiere getilgt werden. Die Tilgung erfolge durch eine Neuemission des Staates zu dann vermutlich erheblich höheren Renditen.
Wenn die FED es mit der Rückführung von QE ernst meine, dann werde sie die Neuemission nicht finanzieren. Doch wer werde dann der Käufer sein? Non-Residents würden keine US-Treasuries mehr kaufen, private Haushalte hätten nur eine sehr geringe Sparquote, inländische Institutionelle würden keine Treasuries kaufen, deren Kurse zu fallen drohen würden. Es werde ein Teufelskreis. Mit QE sei nur Zeit gekauft worden, die Rechnung komme später. Wegen der Interdependenz der Märkte drohe weltweit ein Renditenanstieg. (Ausgabe vom 14.08.2013) (15.08.2013/alc/a/a)
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