Paris (www.anleihencheck.de) - Angesichts des anhaltenden niedrigen Zinsniveaus erfreuen sich Hochzinsanleihen großer Beliebtheit bei Anlegern, so die Analysten der Société Générale.
Hochzinsanleihen seien Anleihen, die mit überdurchschnittlich hohen Zinsen ausgestattet seien. Der Grund für die Ausgabe von Hochzinsanleihen bestehe üblicherweise darin, dass die Tilgung an verschiedene Bedingungen geknüpft sei, zum Beispiel an (das Ausbleiben von) Kreditereignissen bei den Basiswerten. Je schlechter die Bonität der Basiswerte, gleichbedeutend mit einem höheren Kreditausfallrisiko, desto höher sei in der Regel auch die Verzinsung der Anleihe. Die als Hochzinsanleihen bezeichneten Wertpapiere würden Anlegern grundsätzlich überdurchschnittlich hohe Gewinne ermöglichen, ihre Zeichnung bzw. ihr Kauf sei aber auch mit dem Risiko des Kapitalverlusts verbunden.
Eine interessante Anlagemöglichkeit in diesem Segment stelle die neue Hochzinsanleihe 21-50 (ISIN DE000SG3WHZ1 / WKN SG3WHZ1) der Société Générale dar, die sich an Anleger richte, die durch Eingehen eines Risikos bezüglich der Kreditwürdigkeit nicht oder niedrig gerateter Unternehmen einen Kupon erzielen möchten. Sie würden in die Bonität von 50 im Referenzkorb befindlichen Unternehmen investieren und aufgrund dieses Risikos entsprechend höhere Zinserträge erhalten. Das Produkt sei daher für Anleger geeignet, die keine wesentliche Verschlechterung auf dem Kreditmarkt erwarten und glauben würden, dass die Referenzschuldner, die von einem Kreditereignis betroffen würden, nicht mehr als 40% der Gewichtung des Referenzkorbes ausmachen würden.
Zur Funktionsweise der Hochzinsanleihe 21-50: Soweit kein Kreditereignis eingetreten sei, betrage der anfängliche Kupon 3,50% p.a. pro Kuponperiode, die jährlichen Kuponzahltage sind 10.01.2014, 10.01.2015, 10.01.2016, 10.01.2017, 10.01.2018 (sofern ein Bankarbeitstag). Der Kupon ermittle sich aus einem Korb von anfänglich 50 Referenzschuldnern, die mit dem jeweils gleichen Anteil von 2,00% im Referenzkorb gewichtet seien. Diese Gewichtung könne sich jedoch ändern, wenn bestimmte Ereignisse eintreten würden, die den jeweiligen Referenzschuldner betreffen würden (z.B. Verschmelzung, Spaltung, Zahlungsausfall, Insolvenz und Restrukturierung).
Das bedeute, dass sich bei einem wie zu Beginn gleichgewichteten Referenzkorb für jeden weiteren Referenzschuldner, der von einem Kreditereignis betroffen sei, der Kupon um 0,117 Prozentpunkte und der Rückzahlungsbetrag bei Fälligkeit um 3,33 Prozentpunkte verringern würden.
Die Hochzinsanleihe unterliege dem üblichen Bonitäts-/Emittentenrisiko, das Papier sei eine Inhaberschuldverschreibung und garantiere keine Mindestrendite. Die Höhe der Kupons und des Rückzahlungsbetrages verringere sich, wenn seit dem Ausgabetag die vom Kreditereignis betroffenen Referenzschuldner mehr als 40% der Gewichtung des Referenzkorbes ausmachen würden. Zudem sei trotz der Diversifikation zu beachten, dass eine hohe Korrelation unter den Referenzschuldnern im Falle eines Kreditereignisses bestehe, teilweise würden die Referenzschuldner zur selben Firmengruppe gehören. Ein vollständiger Kapitalverlust (Totalverlust) sei möglich, wenn alle Referenzschuldner im Referenzkorb von einem Kreditereignis betroffen seien. Dies beziehe sich sowohl auf die Rückzahlung des Nennwerts als auch auf noch ausstehende Kupons.
Der gleichgewichtete Korb von Referenzschuldnern bestehe aus Unternehmen, die zum 07.02.2013 im iTraxx® Europe Crossover Index Series 18 gelistet seien. Im iTraxx® Europe Crossover Index Series 18 seien 50 europäische Unternehmen gelistet, die nicht oder niedrig geratet seien; größtenteils würden die Unternehmen nicht als für Investment geeignet ("Non Investment Grade") beurteilt; damit würden Anleihen dieser Unternehmen ein deutlich höheres Risiko darstellen als solche von Unternehmen, die als für Investment geeignet ("Investment Grade") beurteilt worden seien. Die Referenzschuldner seien Europäische Unternehmen aus verschiedenen Ländern und Sektoren.
Im Referenzkorb würden sich Anleihen folgender Unternehmen befinden: Alcatel Lucent, ArcelorMittal S.A., Ardagh Packaging Finance Public Limited Company, Brisa - Concessao Rodoviaria, S.A., British Airways plc, Cable & Wireless Limited, Cir S.P.A. Compagnie Industriali Riunite, Clariant AG, Codere Finance (Luxembourg) S.A., ConvaTec Healthcare E S.A., Dixons Retail PLC, EDP -Energias de Portugal, S.A., Eileme 2 AB, Fiat Industrial S.P.A., Fiat S.P.A., Finmeccanica S.P.A, Jaguar Land Rover PLC, Grohe Holding GmbH, Havas S.A., HeidelbergCement Finance B.V., Hellenic Telecommunications Organisation Societe Anonyme, Ineos Group Holdings Limited, ISS A/S, Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH, Ladbrokes PLC, Lafarge, Melia Hotels International, S.A., Metsa Board Corporation, Nokia Oyj, Norske Skogindustrier ASA, NXP B.V., Ono Finance Ii Public Limited Company, Peugeot S.A., Portugal Telecom International Finance B.V., Rallye S.A., Renault S.A., Repsol, S.A., Schaeffler Finance B.V., Societe Air France S.A., Stena Aktiebolag, Stora Enso Oyj, Sunrise Communications Holdings S.A., ThyssenKrupp AG, TUI AG, Unitymedia KabelBW GmbH, UPC Holding B.V., UPM-Kymmene Oyj, Virgin Media Finance PLC, Wendel S.A., Wind Acquisition Finance S.A. (27.03.2013/alc/a/a)
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