Zürich (www.anleihencheck.de) - Staatsanleihen aus nachhaltigen Industrie- und Schwellenländern haben sich insgesamt besser entwickelt als Staatspapiere von Ländern, die als nicht-nachhaltig eingestuft sind, so die Analysten der Bank Sarasin & Cie AG.
Die Verfügbarkeit von Ressourcen habe als Kriterium bei der Bewertung von Staatsanleihen offenkundig an Bedeutung zugenommen. Das Nachhaltigkeitsresearch der Bank Sarasin komme in seinem aktuellen Faktenpapier zur Nachhaltigkeit von Staaten und der Bewertung ihrer Anleihen zu diesen Ergebnissen.
Seit Beginn der europäischen Schuldenkrise habe sich die anfänglich fast gleich verlaufende Wertentwicklung von nachhaltigen und nicht-nachhaltigen Industrieländern deutlich getrennt. Mit einer Differenz von 27,3 Prozentpunkten im Vergleich zu den nicht-nachhaltigen hätten die nachhaltigen Länder Ende Dezember 2011 deutlich herausgestochen. Im Jahr 2012 habe sich die Differenz zwar auf 12,4 Prozentpunkte verringert, über die Gesamtperiode bleibe die Bewertungsdifferenz damit aber überaus deutlich.
Auch bei Staatsanleihen aus Schwellenländern zahle es sich aus, die Nachhaltigkeit als Selektionskriterium zu berücksichtigen. Bis auf einen kurzen Einbruch während des Zenits der globalen Finanzkrise im Jahr 2008 hätten sich Staatsanleihen von nachhaltigen Schwellenländern wie zum Beispiel Brasilien, Peru oder Indonesien deutlich besser entwickelt als diejenigen von nicht-nachhaltigen Schwellenländern wie zum Beispiel China oder Südafrika. Mit 77,0 Prozentpunkten habe die Differenz Ende Dezember 2012 ihren Höchststand erreicht.
Nicht nur die Performance, sondern gerade auch das Risiko spiele im heutigen Anlageumfeld bei der Beurteilung von Investitionen eine entscheidende Rolle. Das Nachhaltigkeitsresearch der Bank Sarasin habe für die untersuchten Ländergruppen nebst Performance und Volatilität deshalb auch die Sharpe-Ratios berechnet. Auch hier würden die nachhaltigen Länder besser abschneiden. (15.01.2013/alc/a/a)
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