Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Nun ist es wieder so weit: Obwohl die Konjunkturdaten immer deutlicher auf ein drohendes Ungemach hinweisen, reagieren Aktiennotierungen regelmäßig mit Kurssteigerungen auf schlechte Wirtschaftsdaten, so die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.
Der Grund sei auf die Interpretation dieser Daten durch die Investoren zurückzuführen - denn negative Wirtschaftsdaten, wie der zum vierten Mal gesunkene ifo-Geschäftsklimaindex, würden mit einer steigenden Wahrscheinlichkeit von Zentralbankmaßnahmen in Verbindung gebracht. Diese Einschätzung beziehe sich sowohl auf die erwartete Höhe als auch auf eine zeitnahe Durchführung dieser Maßnahmen, da dies in der Vergangenheit bereits des Öfteren der Fall gewesen sei.
Nach der US-Präsidentschaftswahl im November werde man sich auf jeden Fall in den USA auf die Suche danach machen, denn ob die verkrusteten politischen Lager in der Lage sein würden, schnell und effizient über die Erhöhung der Schuldenlinie in den USA, geschweige denn über Maßnahmen zur Reduzierung der Staatsschuldenlast (nahezu 16 Billionen USD) zu entscheiden, dürfe bezweifelt werden.
Die Umsätze an den Börsen seien erschreckend gering, dies möge an der Ferienzeit hierzulande liegen, sei aber auch schon ein länger zu beobachtendes Phänomen. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) pendle um die 7.000er-Marke und könne nur entscheidend Terrain gewinnen, wenn 7.200 Punkte überschritten werden könnten. Dazu müssten allerdings die Hoffnungen in die Zentralbanken beim FED-Treffen in Jackson Hole und im September durch die EZB voll und ganz erfüllt werden. Ansonsten sei nur zu hoffen, dass die neu eroberte Unterstützungsmarke von 6.850 Punkten einer Enttäuschungskorrektur standhalten könne. (29.08.2012/alc/a/a)
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