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09.08.12 11:56
Staatsanleihen in Hartwährungen: "AAA" kostet Rendite

München (www.anleihencheck.de) - In ihrer aktuellen Ausgabe haben die Experten von "FOCUS-MONEY" das Segment der Anleihen in Hartwährungen näher beleuchtet.

Einerseits schlage den Ratingagenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch immer dann Kritik entgegen, wenn sie wieder einmal schlechtere Länderbonitäten verteilen würden, aber andererseits könnten sich Anleger kaum selbst ein Urteil über die Kreditwürdigkeit von Staaten und Unternehmen machen. Wer den drei Großen nicht traue, könne sich bspw. an die Citigroup halten, die unlängst die gängigen Rating-Noten überprüft hätte. Unter Berücksichtigung von möglichen Veränderungen in den kommenden zwei bis drei Jahren seien bei der Citigroup nur noch fünf Länder mit "AAA" und ohne negativen Ausblick übrig geblieben: die Schweiz, Dänemark, Schweden, Norwegen und Kanada. Selbst Deutschland, die Niederlande oder Finnland würden auf der Liste keinen Platz finden.

Anleger, die sich auf dieses "AAA"-Quintett konzentrieren wollten, dürften aber keine großen Renditen erwarten. Hier sei einzig sicher gestellt, dass der Investor sein Geld nominal zurückerhalte. Positive Nettorenditen seien nur dann zu erwarten, wenn die jeweilige Anlagewährung gegenüber dem EUR kräftig aufwerten würde. Würden Aufwertungsgewinne ausbleiben, könne sich ein "AAA"-Investment auch negativ gestalten, berücksichtige man Geldentwertung und anfallende Steuern.

Besser gelinge eine "AAA"-Anlage möglicherweise mit einer Kombination aus bonitätsstarkem Unternehmen und "AAA"-Währungen. Vorausgesetzt, dass sich die Währung in ihrer Aufwertungstendenz an der Note des Staates orientiere und dass das Unternehmen in den nächsten Jahren ein besserer Schuldner als Regierungen sein werde. Dann ließen sich bspw. mit der Unternehmensanleihe (ISIN XS0801356881/ WKN A1G6X7) von Nestlé in norwegischen Kronen eine Rendite von 2,2% verdienen. Ähnliches treffe für die Unternehmensanleihe (ISIN XS0739410164/ WKN A1GZYE) der General Electric Capital Corp. zu, die auf Basis norwegischer Kronen auf eine Rendite von 2,6% komme.

In ihrem Resümee würden die Experten festhalten, dass "AAA" Staatsanleihen schon lange auf den Kauflisten der Anleger stünden, weshalb die Renditen entsprechend tief abgetaucht seien. Wer außer der Gewissheit, sein Geld nominal garantiert wiederzusehen, auch Rendite wünscht, muss nach Ansicht der Experten von "FOCUS-MONEY" auf Unternehmensanleihen in "AAA"-Währungen zurückgreifen. (Ausgabe 33) (09.08.2012/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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