München (www.anleihencheck.de) - Die Experten der "EURO am Sonntag" empfehlen die Staatsanleihe von Ungarn (ISIN XS0284810719 / WKN A0LL06) risikofreudigen Anlegern zur Beimischung.
Seit dem Ungarn der EU im Jahre 2004 beigetreten sei, habe das Land ein Defizitverfahren am Hals. Der Grund dafür sei der regelmäßige Verstoß gegen die Maastricht-Kriterien. Mitte März sei es mit der Geduld der EU-Beamten dann zu Ende gewesen und sie hätten Ungarn aufgrund seiner unsoliden Haushaltsführung Zahlungen in Höhe von einer halben Mrd. Euro gestrichen.
Dies habe dem Anleihemarkt auftrieb verliehen. Seit Beginn des Jahres hätten ungarische Bonds um 5% zugelegt. In Euphorie sollte man jedoch nicht verfallen, denn die Verhandlungen könnten sich auf Monate hinziehen. Darüber hinaus sei die wirtschaftliche Lage eher düster. Für 2012 werde damit gerechnet, dass die Wirtschaftsleistung des Landes um 0,6% schrumpfe.
Wegen der hohen Rendite ist die Staatsanleihe von Ungarn eine interessante Beimischung für risikofreudige Anleger, so die Experten der "EURO am Sonntag". Bei einer Laufzeit bis Juli 2017 biete der Titel einen Kupon von 4,375%, was bei einem aktuellen Kurs von 83,27% einer Rendite von 8,45% entspreche. (Ausgabe 14) (11.04.2012/alc/a/a)
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