München (www.anleihencheck.de) - Das Protokoll der letzten FED-Sitzung gab keinerlei Hinweise auf ein QE3-Programm, sterilisierte Anleihekäufe oder eine Fortführung der Operation Twist, so die Analysten der BayernLB.
Der erhebliche Abgabedruck am Treasury-Markt habe allerdings schon eine halbe Stunde vor Veröffentlichung der Minutes eingesetzt. Bunds hätten die Bewegung heute früh nachvollzogen. Die Europäische Kommission habe mitgeteilt, sie gehe davon aus, dass Portugal in 2013 die Anleihemärkte anzapfen könne.
Die Analysten würden die heutige EZB-Sitzung als Non-event sehen. Aufgrund der schwachen Markteröffnung heute dürften die wohl positiven US-Arbeitsmarktzahlen aber kaum noch Abgabedruck am Bund-Markt auslösen.
Da der der deutschen Industrieproduktion zugrunde liegende Aufwärtstrend intakt sei, dürfte der Auftragseingang nach einem spürbaren Rückgang im Vormonat wieder expandiert haben.
Die EZB werde heute Leitzins, Einlagensatz und Spitzenrefinanzierungssatz unverändert lassen. Die seit der letzten EZB-Ratssitzung teils negativ überraschenden Konjunkturindikatoren würden das EZB-Bild von einer sehr schwachen Euroraum-Konjunktur im Winterhalbjahr unterstützen, die sich im weiteren Jahresverlauf nur in sehr moderatem Tempo verbessern dürfte. Auch von Inflationsseite bestehe kein unmittelbarer Handlungsbedarf, dürfte die aktuell, überwiegend ölpreisbedingt, erhöhte Teuerungsrate doch schon ihren Jahreshöhepunkt überschritten haben.
Die nicht-konventionellen Maßnahmen dürften unverändert bleiben, hätten doch verschiedene Ratsmitglieder wiederholt betont, zunächst die Wirkung der durchgeführten Dreijahrestender evaluieren zu wollen. Einzig das Programm zum Ankauf gedeckter Schuldverschreibungen (CBPP2) könnte vorzeitig eingestellt oder aber modifiziert werden. (04.04.2012/alc/a/a)
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