München (www.anleihencheck.de) - Bunds eröffneten am Montag leicht schwächer angesichts von Medienberichten, dass Deutschland einer Vergrößerung des Euro-Rettungsschirmes zustimmen könnte, so die Analysten der BayernLB.
Belastend hätten der unerwartete Anstieg beim ifo-Geschäftsklima und nachmittags Kommentare von FED Chef Bernanke gewirkt, welche Markterwartungen einer dritten Runde quantitativer Lockerungsmaßnahmen verstärkt hätten. Die Bundrenditen hätten 3 bis 9 Bp über Freitagsschluss, die Kurve (2/10J) 6 Bp steiler geendet. Deutliche Spreadeinengungen hätten u.a. Italien, Spanien, Österreich und Belgien verzeichnet.
Trotz der insgesamt weiterhin erfreulichen Beschäftigungssituation und der zu erwartenden deutlichen Lohnsteigerungen würden die Analysten für das GfK-Verbrauchervertrauen für März nur etwa mit Stagnation rechnen. Belastend auf die Konsumbereitschaft dürften sich die seit Jahresbeginn spürbar gestiegenen Energiepreise ausgewirkt haben.
Laut FED-Chef, Bernanke, sei der US-Arbeitsmarkt trotz jüngster Verbesserungen weit von Normalität entfernt. Eine weitere Verringerung der Arbeitslosenquote setze wohl einen schnelleren Anstieg der Industrieproduktion und Konsumnachfrage voraus; diese könne durch Fortsetzung der akkommodierenden Geldpolitik unterstützt werden. Laut FED-Mitglied, Bullard, würde QE3 eine deutliche Verschlechterung der US Konjunktur voraussetzen. Ungarns Zentralbank (MNB) gebe um 15:00h ihre Leitzinsentscheidung bekannt (Konsens: unverändert 7,00%). (27.03.2012/alc/a/a)
© 1998 - 2026, anleihencheck.ariva-services.de