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12.03.12 11:36
Bunds konnten leichte Gewinne verzeichnen

München (www.anleihencheck.de) - Trotz des Schuldenschnitts in Griechenland und des abermals deutlich positiv überraschenden US-Arbeitsmarktberichts handelten Bunds am Freitag seitwärts bzw. konnten sogar leichte Gewinne verzeichnen, so die Analysten der BayernLB.

Die Ereigniskette im Fall Griechenland habe ihren erwarteten Verlauf genommen: Nach "freiwilligem" Schuldenschnitt und Aktivierung der CACs hätten die Euro-Staaten am Nachmittag 35,5 Mrd. von insgesamt 130 Mrd. Euro aus dem zweiten Hilfspaket freigegeben. Der IWF wolle sich voraussichtlich mit einem Kredit über 28 Mrd. Euro beteiligen. Die ISDA schließlich habe einen credit event konstatiert. Auch wenn hieraus mit keinen größeren Schockwellen mehr gerechnet werde, würden die Analysten das mögliche Abgabepotenzial bei Bunds für begrenzt halten. Einerseits wirke die hohe Liquidität weiter stützend. Andererseits würden sich die Blicke verstärkt auf Spanien richten.

Heute würden die Finanzminister der Euro-Gruppe über die unabgestimmte Lockerung der Defizitvorgabe durch die spanische Regierung beraten. Die Kommission habe eine Delegation nach Madrid geschickt, um die Zahlen zu prüfen. EZB-Präsident Draghi habe vor einer Lockerung der Haushaltsregeln gewarnt. Laut Regierungskreisen werde sich Spanien wohl verpflichten, den Stabilitätspakt dem "Geiste" nach zu erfüllen - durch Fokussierung auf das strukturelle Defizit. Anleiheemissionen Italiens, Spaniens und Frankreichs in dieser Woche würden zeigen, ob Anleger die Schuldenkrise nach dem Schuldenschnitt in verändertem Licht wahrnehmen würden.

Die Konjunkturdaten dürften bestätigen, dass die US-Wirtschaft weiter auf Expansionskurs sei: Einzelhandelsumsätze (Di.), Verbraucherpreise (Fr.), Produktion (Fr.), erste Unternehmensumfragen.

Im Euroraum stünden diese Woche folgende Konjunkturdaten an: ZEW-Indikator (Di.), Industrieproduktion (Mi.).

Für die Sitzung des FOMC (Di.) rechnen die Analysten der BayernLB mit einer unveränderten Geldpolitik - Leitzins bis spät ins Jahr 2014 in der Spanne von 0% bis 0,25%; Fortsetzung der als "Operation twist" bezeichneten Laufzeitverlängerung des Staatsanleihe-Portfolios. Die Wahrscheinlichkeit zusätzlicher Anleihekäufen (QE3) habe seit der letzten Sitzung abgenommen. (12.03.2012/alc/a/a)



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