Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Nach Einschätzung der Experten der "Wirtschaftswoche" ist die Unternehmensanleihe (ISIN AT0000A0U9J2 / WKN A1MLSS) der Scholz AG ein Investment aus dem spekulativen Bereich.
Die Unternehmensanleihe des schwäbischen Familienunternehmens trage einen Kupon von 8,5% und laufe bis zum 08.03.2017. Das Papier sei zu 100% emittiert worden, die erste Börsennotiz erfolge am 08.03.2012 im Freiverkehr der Frankfurter Börse.
Bis zu 150 Mio. EUR habe man mit dieser ersten Emission bei Kapitalanlegern einsammeln wollen, was offensichtlich problemlos funktioniert habe. Die ursprüngliche Zeichnungsfrist bis zum 2. März habe sich als obsolet erwiesen, nachdem bereits am Mittag des ersten Zeichnungstages das komplette Volumen platziert worden sei. Scheinbar wollten sich Anleger eine 8,5%ige Rendite bei einem Ausgabekurs zu pari nicht entgehen lassen.
Die Datenbasis lege innerhalb der letzten zehn Jahre eine mehr als Verdreifachung des Konzernumsatzes dar. Für die ersten neun Monate 2011 hätten eine Gesamtleistung von 4,2 Mrd. EUR und ein um 8% auf 35 Mio. EUR gesteigertes Konzernergebnis in den Büchern gestanden. Erfreulich sei dabei, dass sich die Bankschulden auf 1,077 Mrd. EUR reduziert hätten. Trotzdem werde die von 14,9 auf 16,4% gestiegene Eigenkapitalquote für weiter stark verbesserungswürdig gehalten. Sie biete bei einem Konjunkturschock wie bspw. 2009 nur einen geringen Puffer. Dies sei von der Ratingagentur Euler Hermes Rating ebenso gesehen worden, weshalb sie das Unternehmen mit "BB" und stabilem Ausblick dem spekulativen Bereich zuordnen würden.
Nach Einschätzung der Experten der "Wirtschaftswoche" sollen sich Anleger bei der o.a. 8,5%igen Unternehmensanleihe der Scholz AG wegen des spekulativen Charakters nicht auf eine Rendite unter 7,5% einlassen. (Ausgabe 8) (21.02.2012/alc/a/a)
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