München (anleihencheck.de) - Die anhaltend große Unsicherheit auf Seite der Marktteilnehmer hat es Deutschland gestern erlaubt, 6-M Bubills mit negativer Rendite zu platzieren, so die Analysten der BayernLB.
Die durchschnittliche Rendite habe bei minus 0,0122 Prozent gelegen, die Nachfrage bei sieben Mrd. Euro; die Auktion sei 1,8-fach überzeichnet gewesen. Die Rendite der 2J Bund habe mit etwa 0,135% ein neues Allzeittief markiert. Die Kurve habe sich mit knapp 2 Bp geringfügig vom kurzen Ende her versteilt.
Einen überraschenden Schwenk habe die IWF-Chefin Lagarde vollzogen, die nunmehr glaube, Europa könne eine Rezession vermeiden. Sie sei optimistischer, da sich die Euro-Zone in den vergangenen 18 Monaten "massiv verändert" habe.
Die EZB habe vergangene Woche Staatsanleihen im Volumen von 1,1 Mrd. Euro gekauft, nach 0,462 Mrd. Euro in der Vorwoche. Trotz des Anstiegs sei das Volumen der wöchentlichen Interventionskäufe damit auch zu Beginn des neuen Jahres sehr gering gewesen. Bei leerem Datenkalender und nach dem die geringen Erwartungen nicht enttäuschenden Auftakt der US-Berichtssaison durch Alcoa (ISIN US0138171014 / WKN 850206) dürfte sich der volatile Seitwärtshandel von Bunds fortsetzen. J.P. Morgan (ISIN US46625H1005 / WKN 850628) werde am Freitag berichten. (10.01.2012/alc/m/a)
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