München (anleihencheck.de) - Trotz freundlicher Aktienmärkte rund um den Globus (DAX (ISIN DE0008469008 / WKN 846900): ca. +1,5%; S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0): ca. +1,55%; Nikkei (ISIN XC0009692440 / WKN 969244): ca. +1,24%) und negativer US-Rentenmarktvorgaben, konnten Bunds ihre anfänglichen Verluste wieder wettmachen, so die Analysten der BayernLB.
Die 10J Spreads Spaniens hätten sich mit ca. 18 Bp ausgeweitet, diejenigen Belgiens, Frankreichs und Österreichs im einstelligen Bereich. Der ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes habe mit einem leicht stärkeren Anstieg auf 53,9 überrascht (erwartet: 53,5; Vorwert: 52,7). Zudem sei die Beschäftigtenkomponente auf 55,1 geschnellt (Vorwert: 51,8) und habe damit eine positive Vorabindikation für den Arbeitsmarktbericht am Freitag geliefert.
Die EZB habe gestern mit der Bekanntgabe ihres neuen Chefvolkswirts, dem Belgier Peter Praet (62), überrascht. Er gelte als Kompromisskandidat für den bislang von Deutschen besetzten Posten. Praet zähle geldpolitisch als Taube. Er gelte als ausgewiesener Fachmann auf den Gebieten Finanzaufsicht und Finanzstabilität, habe zuvor beim belgischen Finanzministerium, in der Finanzwirtschaft, beim IWF und als Professor gearbeitet.
Für den US-Industrie-Auftragseingang würden die Analysten mit einem Plus von 2,0% gegenüber dem Vormonat rechnen. Zwar seien die Bestellungen für langlebige Güter um 3,8% expandiert. Diese seien aber durch einen kräftigen Anstieg der volatilen Transportgüter-Orders (+14,7%) nach oben verzerrt gewesen.
Die Vorjahresrate der Verbraucherpreise im Euroraum sei im Dezember bei rückläufigen Energiepreisen wohl leicht auf 2,9% gesunken.
Das FOMC wolle bereits auf dem nächsten Treffen (24./25. Jan.) die Annahmen der einzelnen FOMC Mitglieder zur Leitzinsentwicklung veröffentlichen. Zudem solle bekannt gegeben werden, wann die einzelnen Mitglieder mit einer Änderung des Zinsniveaus rechnen würden. (04.01.2012/alc/m/a)
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