Stockholm (anleihencheck.de) - In den letzten Wochen wechselte der Fokus an den Anleihemärkten zwischen Griechenland und Italien, so die Analysten der Nordea Bank S.A.
Die Politiker würden in Italien wie auch in Griechenland an der Bildung provisorischer Übergangsregierungen mit neuen Führungsspitzen arbeiten, bis Neuwahlen stattfinden könnten. Da die Finanzmärkte das Vertrauen in die amtierenden Regierungen Griechenlands und Italiens verloren hätten, werde die Übergangsoption als positive Veränderung wahrgenommen werden.
Die Marktvolatilität sei gestiegen und obwohl die EZB ihr Programm zum Ankauf von Anleihen (SMP) verstärkt habe, sei sie nicht in der Lage zu verhindern gewesen, dass die Renditespreads zwischen Deutschland und anderen Anleihemärkten des Euroraums auf neue Rekordstände klettern würden.
Die EZB habe versucht, dem Markt durch eine Senkung des Leitzinses um 0,25% auf 1,25% unter die Arme zu greifen. Damit habe der Markt nicht gerechnet und es habe einen positiven, wenn auch nur kurzen Stimmungswandel bewirkt. Die Dänische Zentralbank habe mit einer noch größeren Zinssenkung von 0,35% nachgezogen und ihr Leitzins liege nun bei 1,20%. Die Analysten würden in den nächsten drei bis sechs Monaten mit weiteren Zinssenkungen rechnen.
Ende Oktober hätten die Analysten 50% ihrer Bestände in einer kurzfristigen 5%igen 2041-Emission in ein längerfristiges 4%iges Äquivalent umgewandelt und seien so zu einer 50:50-Aufteilung zwischen Kupons von 4% und 5% gelangt.
Was die Vermögensallokation angehe, so seien die Analysten in Anleihen neutral gewichtet und im Hinblick auf die Duration untergewichtet. In Bezug auf die einzelnen Marktsegmente hätten sie eine Übergewichtung von Staatsanleihen (unter Berücksichtigung von Schwellenländeranleihen) und würden sowohl dänische Hypothekenanleihen als auch Unternehmensanleihen untergewichten. (Ausgabe November 2011) (18.11.2011/alc/m/a)
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