Athen (aktiencheck.de AG) - Die Renditen griechischer Anleihen bewegen sich vor dem erneuten Besuch der Troika-Kontrolleure weiterhin auf Rekordniveau.
Wie der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos mitteilte, sind die letzten Gespräche mit Vertretern der so genannten Troika (EU-Kommission, Internationaler Währungsfonds, Europäische Zentralbank) konstruktiv verlaufen. Man erwarte die Troika-Kontrolleure Anfang der kommenden Woche in Athen, so Venizelos. Es wird davon ausgegangen, dass der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou in Kürze weitere Sparmaßnahmen bekannt geben wird, damit das Land eine Zusage für die nächste Tranche der Hilfszahlungen erhält.
Wie am Dienstag bekannt wurde, geht David Riley, Analyst der US-amerikanischen Ratingagentur Fitch, von einer Pleite des hoch verschuldeten Euro-Landes aus. Riley rechnet allerdings damit, dass Griechenland in diesem Fall Mitglied der Eurozone bleiben werde. Auch die Sorge, dass die Eurozone auseinander brechen könnte, hält der Analyst für übertrieben.
Griechische Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren rentierten zuletzt mit 23,58 Prozent. Der Risikoaufschlag gegenüber entsprechenden deutschen Papieren liegt damit bei über 21 Prozentpunkten. Im Vergleich hierzu rentieren die Anleihen der ebenfalls auf externe Hilfen angewiesenen Euro-Länder Irland und Portugal mit 8,76 Prozent respektive 11,72 Prozent. (21.09.2011/alc/m/a)
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