Rom (aktiencheck.de AG) - Die Rating-Agentur Standard & Poor's hat heute ihre Bonitätsnote für Italien herabgesetzt.
Damit sinkt die Kreditwürdigkeit des Landes auf "A/A-1". Begründet wurde die Entscheidung mit den schwachen Wachstumsaussichten des Landes. Selbst mit dem von der Regierung Berlusconi geplanten Sparpaket im Volumen von rund 60 Mrd. EUR seien die Finanzziele der Regierung schwer erreichbar, so Standard & Poor's. Zudem wurde auf die fragile Regierungskoalition in Rom verwiesen. Ferner ist der Ausblick negativ, womit eine weitere Absenkung droht.
Die Rendite italienischer Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zwei Jahren steigt aktuell auf 4,42 Prozent (Vortag: 4,35 Prozent). Die Rendite von Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren bewegte sich zuletzt bei 5,64 Prozent, womit sich der Risikoaufschlag gegenüber entsprechenden deutschen Papieren der Marke von 400 Basispunkten annähert.
Italienische Anleihen hatten bereits in der vergangenen Woche unter verstärktem Druck gestanden. Dabei lasteten insbesondere die Spekulationen um einen drohenden Zahlungsausfall Griechenlands auf der Stimmung der Marktteilnehmer, wovon wiederum die als sicher erachteten deutschen Staatsanleihen profitierten. Die Verschuldung Italiens beläuft sich auf rund 120 Prozent der Wirtschaftsleistung. An den Märkten wird nun wieder zunehmend ein Übergreifen der Schuldenkrise auf andere Länder befürchtet. (20.09.2011/alc/m/a)
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